Immofrust bei Käufern - nicht nur wegen der Finanzlast

Damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt, müssen Herr und Frau Österreicher den Gürtel immer enger schnallen: Welche Sparmaßnahmen genau ergriffen werden und mit welchen Belastungen künftige Immobilienbesitzer zu kämpfen haben, zeigt eine Untersuchung der ING-DiBa Austria.

Wer sich eine Immobilie anschaffen will – und nicht zum eher kleinen Kreis jener gehört, der für jede Wunschlage und -größe über den nötigen finanziellen Polster verfügt –, ist gut beraten, auf kreative Sparideen zu verfallen oder neue Geldquellen aufzumachen. Wo sich die Österreicher einschränken, um die eigenen vier Wände zu finanzieren, haben die Studienautoren nun genau aufgelistet: 43 Prozent der Befragten (Sample: 1.000 Personen) gaben an, ihre Ausgaben deutlich eingeschränkt zu haben. 36 Prozent verzichteten auf Reisen. Ein gleich hoher Prozentsatz fettet mit Überstunden den Lohnzettel auf – oder hat sich nach einem Zweitjob umgesehen. Nur 19 Prozent meinten, ihren Lebensstil und die damit verbundenen Ausgeben nicht verändert zu haben.

Gürtel enger schnallen bleibt oftmals unbelohnt

Dass die jahrelangen Einschränkungen schlussendlich belohnt werden – diese Vorstellung wird nicht für alle wahr: Laut Untersuchung sitzt ein Gros der Käufer zu guter Letzt nicht im Wunschdomizil. Zwar gaben 30 Prozent der Befragten an, dass ihre Wohnwünsche in Erfüllung gegangen sind, aber ganze 49 Prozent meinten, sie hätten zum Teil schmerzliche Kompromisse eingehen müssen.

Nur knappe Mehrheit im Wunschdomizil

Ganze 41% der Befragten würden auch wieder umziehen, so sich eine Gelegenheit ergeben würde. Laut Studie zeigt sich nur eine knappe Mehrheit von 52 Prozent zufrieden – und ist in den neuen vier Wänden glücklich angekommen.

Zahlen, die Luc Truyens, CEO der ING-DiBa Austria, so naturgemäß nicht stehen lassen will. Gerade in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase könnten Anschlussfinanzierungen oder kostengünstige Wohn- oder Konsumentenratenkredite die Zufriedenheitsrate deutlich heben, wie er den Unzufriedenen ausrichtet. Dabei ließen sich seinen Worten nach in den Bereichen der Energieeffizienz oder in der Wohnraum- und Gartengestaltung "mit clever finanzierten Investitionen viel erreichen", um die eigene Immobilie deutlich aufzuwerten.

Internationale Erhebung

Die Umfrage der ING-DiBa Austria ist Teil der ING International Survey. Ziel ist ein besseres Verständnis für die Entscheidungen der Konsumenten – vom Sparen über das Einkaufen und Investieren bis zu ihrer generellen Einstellung zu Geld. Für die aktuelle Umfrage wurden in 13 Ländern knapp 13.000 Personen ab 18 Jahren befragt. In Österreich hat man 1.000 Personen ins Sample aufgenommen.


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Datum: 28.10.2016

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