Studie - Junge Erwachsene wollen Eigenheim

Die meisten Jungen Erwachsenen wünschen sich laut aktueller Umfrage ein Eigenheim. Bevorzugt werden Einfamilienhäuser am Stadtrand. Bei der Wahl des Traumhauses spielen Preis, Infrastruktur und Energieeffizienz eine zentrale Rolle.

Die meisten jungen Erwachsenen zwischen 25 und 45 Jahren, wünschen sich ein Eigenheim. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von Bau!Massiv!, der Nachhaltigkeitsplattform im Fachverband der Stein- und keramischen Industrie. Bevorzugt werden Einfamilienhäuser am Stadtrand mit guter Infrastruktur, aber dennoch im Grünen.

Zwei Drittel wollen Haus

Für rund zwei Drittel der insgesamt 398 Befragten ist das eigene Haus ein Herzenswunsch. Von einer Eigentumswohnung träumen hingegen nur 20 Prozent, von einer Miet- oder Mietkaufwohnung elf Prozent und von einem eigenen Reihen- oder Mehrfamilienhaus acht Prozent, so die Studie des Markt- und Trendforschungsbüro bmm.

Preis entscheidend

Mag. Claudia Brandstätter, Geschäftsführerin des Markt- und Trendforschungsbüros: „Die ideale Wohnung hat einen passenden Preis, eine gute Verkehrsanbindung, ist in ihrer Größe den persönlichen Bedürfnissen angepasst und hat eine sinnvolle Raumaufteilung. Beim idealen Haus ist der Preis ebenso der zentrale Faktor – allerdings wird die Erschwinglichkeit hier noch deutlich wichtiger bewertet.“ Zweitwichtigstes Kriterium für die Entscheidung zum Traumhaus ist die ruhige Lage, gefolgt von der Energieeffizienz.

Infrastruktur und Energieeffizienz sehr wichtig

Ob Haus oder Wohnung – die Befragten haben klare Kriterien, was eine gute Lage ausmacht: Die passende Infrastruktur liegt hier mit 36 Prozent deutlich voran, eine grüne oder ruhige Umgebung folgen mit jeweils 29 Prozent sowie eine gute Verkehrsanbindung mit 23 Prozent. Ebenso eindeutig sind die Anforderungen bei der Errichtung: Optimaler Wärme- und Kälteschutz sind für 85 Prozent der Befragten ein sehr wichtiger Faktor. Weitere zentrale Kriterien sind die Langlebigkeit der Baustoffe und die Wertbeständigkeit. Laut Umfrage wollen 82 Prozent der jungen Österreicher am liebsten in einem Haus aus Ziegel oder Beton wohnen.

Nachhaltigkeit: Mehrausgaben akzeptiert

Für Nachhaltigkeit sind die Menschen in Österreich auch bereit, mehr zu bezahlen: Gut die Hälfte der Befragten (58 Prozent) akzeptieren für zukunftssicheres und nachhaltiges Bauen Mehrausgaben von bis zu rund 20 Prozent. Im Mittelwert werden noch höhere Ausgaben von einem Fünftel akzeptiert, so die Ergebnisse der Umfrage.

Kosten: Unrealistische Vorstellungen

Auch die Vorstellungen der Befragten zu Fläche und Kosten wurden erfasst. Hier zeigt sich, dass Wunsch und Realität nicht konform gehen. Bei der gewünschten Netto-Wohnfläche (ohne Balkon) darf es im Mittelwert mit 167 m² ruhig recht groß sein. Für die Betriebskosten (inkl. Heizung und Strom) will die Mehrheit der Befragten nicht mehr als 3,80 Euro je m² aufwenden, die Bau- bzw. Kaufkosten je m² sollen 1.660 Euro nicht übersteigen. Tatsächlich liegen die reinen Baukosten für Wohnungen derzeit im Österreich-Schnitt bei 1.890 Euro je m² – laut einer Bau!Massiv!-Studie vom Juni 2013.


Autor:

Datum: 26.09.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Erst Anfang November meldete die UBM Development AG den Verkauf ihrer im Bau befindlichen Hotels im QBC 5. Jetzt haben der Immo-Entwickler und sein Partner S Immo einen Forward Deal für das entstehende dritte Baufeld im Quartier Belvedere Central mit der Union Investment unter Dach und Fach gebracht. Fertigstellung und Übergabe sollen laut UBM-Meldung im Herbst 2017 über die Bühne gehen.

Eigentümerwechsel bei der ehemalige Frucht- und Mehlbörse am Wiener Schottenring. Der generalsanierte Prestigebau wurde für den offenen Immobilienfonds „Real Invest Austria“ von der Bank Austria Real Invest Immobilien KAG erworben. Die Verhandlungen und der Verkaufsprozess sind im Auftrag der Eigentümer von der Wiener CBRE-Dependance begleitet worden. Der Kaufpreis liegt laut Aussendung des Immobilienspezialisten im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Die UBM Development AG meldet den Verkauf ihrer im Quartier Belvedere Central (QBC) im Bau befindlichen Hotels. Neuer Eigentümer des künftigen ibis und Novotel Hotels der Accor-Gruppe ist der französische Asset Manager Amundi Real Estate. Dem Immobilienentwickler zufolge soll der Kaufpreis bei 85 Millionen Euro liegen. Beide Häuser, die erst Mitte September ihre Dachgleiche feiern konnten, sollen schon im kommenden Sommer eröffnen.

Milchriese mit neuem Logistikzentrum: Der zentrale Berglandmilch-Standort in Aschbach Markt im Mostviertel verfügt künftig über 20.700 vollautomatisch bedienbare Palettenstellplätze. Damit hat man auf insgesamt 28.000 aufgestockt. Das neue Lager werde noch diesen November hochgefahren, sagt Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer. In Summe wurden 20 Millionen Euro investiert.

Buwog-Hauptversammlung stimmt dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Dividende von 0,69 Euro je Aktie wird ausgeschüttet.

Nach Berlin, Hamburg oder München nimmt die in Nürnberg beheimatete Project Immobilien Gruppe, die sich in den letzten 20 Jahren auf Wohn- und Gewerbeobjekte in ausgesuchten Gunstlagen spezialisiert hat, den Wiener Wohnungsmarkt ins Visier. Insgesamt sollen laut der Wiener Dependance ab dem kommenden Jahr 100 Einheiten in der Bundeshauptstadt realisiert werden.

Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank bekräftigen ihre Anlageempfehlung „Hold” für die Wertpapiere des heimischen Immobilienunternehmens Buwog. Das Kursziel von 24,50 Euro bleibt unverändert. Im ersten Quartal hat die Buwog mehr Mieteinnahmen und weniger Gewinn erzielt. Beim Projekt Pfarrwiesengasse wurde neulich die Dachgleiche gefeiert, das Projekt Töllergasse ist frisch im Vertrieb.

Für Anleger der Immofinanz ist jetzt eine Dividende von 6 Cent je Aktie fix. Es werden in Summe rund 58 Millionen Euro ausgeschüttet.