Villa Calé - historisches Kulturgut wird saniert

Die Villa Calé in Berlin wird zum Gästehaus der Botschaft von Katar umgestaltet. Dabei spielt Denkmalschutz eine bedeutende Rolle. Die Villa, entworfen von der Architektengemeinschaft Bastian & Kabelitz, wurde zwischen 1904 und 1907 für den Verleger Franz Calé errichtet.

Bei der Sanierung, die noch im Frühjahr 2015 starten wird, soll der Originalzustand der Fassade wiederhergestellt, die Anordnung der Räumlichkeiten überwiegend belassen und ihrer neuen Nutzung zugeführt werden. Geplant ist, die Räumlichkeiten mit 1.200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche für repräsentative Veranstaltungen und Konferenzen zu gestalten, es wird individuelle Gästezimmer geben sowie Zimmer für die Mitarbeiter des Hauses. Das Erdgeschoss ist als teilöffentlicher Raum für Besichtigungen vorgesehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant.

PORR Deutschland GmbH © PORR Deutschland GmbH

Vertragsunterzeichnung in der Botschaft von Katar in Deutschland für die Restaurierung der Villa Calé in der Schützallee 27: Andreas Kimling, Oberbauleiter Porr Deutschland GmbH, Marko Lehmann, Niederlassungsleiter Porr Deutschland GmbH, Zweigniederlassung Berlin, Frederik Neumann, technischer Leiter der Botschaft des Staates Katar in Deutschland, Seine Exzellenz Abdulrahman bin Mohammed Al-Khulaifi, Botschafter des Staates Katar in Deutschland, Udo Sauter, Geschäftsführer Porr Deutschland GmbH sowie Abdulla Rashid Al-Khalifa und Abdulaziz Hassen Al Haj, Dritte Sekretäre der Botschaft des Staates Katar in Deutschland (v.l.).

Zurück zum "alten Glanz"

Mit dem Entwurf wurde das Architekturbüro Gewers & Pudewill betraut und als Generalunternehmen die PORR Deutschland beauftragt. Udo Sauter, Geschäftsführer der PORR Deutschland GmbH über die Vertragsunterzeichnung: "Es ist eine seltene und sehr besondere Aufgabe, einer der schönsten Villen Berlins wieder zum alten Glanz zu verhelfen. Wir stellen uns gerne der Herausforderung, die Villa Calé in enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt behutsam zu sanieren, um dieses prunkvolle Gebäude auch für die nächsten Generationen zu erhalten."

Kulturerbe wieder herstellen

Schon im Jahr 1997 hatte die Botschaft von Katar die Villa Calé in der Schützallee Ecke Riemeisterstraße in Zehlendorf erworben. Zunächst sollte das neoklassizistische Gebäude als Botschaftssitz genutzt werden. Diese residiert jedoch seit 2004 in einem Neubau in traditioneller katarischer Architektur in der Hagenstraße im Grunewald. Seine Exzellenz Abdulrahman bin Mohammed Al-Khulaifi, Botschafter des Staates Katar in Deutschland erklärt dazu: "Das Interesse des Staates Katar an der deutschen Kultur ist groß und wir nehmen das Deutsch-Katarische Kulturjahr 2017 zum Anlass, die historische Villa stilgerecht wieder herzustellen und für unsere Gäste, aber auch für Berliner, zu öffnen. Wir freuen uns, unser Versprechen einzulösen und den Berlinern ein Stück Kulturerbe zurückzugeben."


AutorIn:

Datum: 20.04.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Nomen est omen: Die 6B47-Deutschlandtochter setzt in die Schmuckmetropole Pforzheim ihr eigenes „GoldStück“. Auf einem über 3.000 Quadratmeter großen Grundstück soll laut Unternehmensaussendung bis 2019 ein gemischt genutztes Quartier mit Wohn- Hotel- und Gewerbeflächen (insgesamt 10.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche) realisiert werden. Baubeginn ist im nächsten Sommer, für das „Goldstück“ in der boomenden Second-City wurden laut der 6B47 Germany GmbH rund 25 Millionen Euro reserviert.

Dacapo für den oberösterreichischen Objektentwickler am Wiener Immo-Markt: Die Consulting Company (CC) ist mit dem offiziellen Spatenstich in das Projekt „Steinterrassen“ in der Leyserstraße in Wien 14 gestartet. Gebaut werden 70 Eigentums- und Vorsorgewohnungen sowie ein Kindergarten. Die dort bestehende Polizeiinspektion wird neu errichtet. Auch Ordinationsflächen sind geplant. Fertiggestellt soll die Anlage laut Unternehmensaussendung im Jahr 2018 sein.

Die Kallco-Gruppe baut 325 frei finanzierte Wohnungen in Wien Simmering. Das neu entstehende Quartier 11 soll nicht nur in eine naturnahe Umgebung eingebettet werden. Mit dem eigenentwickelten Energiekonzept „Klima Loop“ favorisiert man eine grüne und entsprechend kostensparende Variante. Die dazu notwendigen Tiefenbohrungen haben bereits begonnen. Die ersten Mieter sollen davon bereits 2018 profitieren können.

Kick-off für das Projekt „Karree Korneuburg“: Die NOE Immobilien Development AG (NID) errichtet am Korneuburger Hauptplatz 71 Wohnungen sowie Büro- und Geschäftsflächen. Das Ensemble aus historischer Bausubstanz und einem Neubau soll dem Zentrum ein neues architektonisches Gesicht geben. Die Fertigstellung ist für April 2018 beanraumt.

Der Wiener Zinshausmarkt ist im Dauerhoch. Neben gewerblichen und privaten Investoren tummeln sich Stiftungen und institutionelle Anleger am City-Markt. Besonders gefragt seien laut Brancheninsidern innerstädtischen Liegenschaften, wo eine auf konservative Veranlagungsmodelle abzielende Klientel naturgemäß die höchsten Renditen und Wertzuwächse erwarten könne. Doch attraktive Angebote sind derzeit Mangelware – mit wenigen Ausnahmen. Mit einem revitalisierten Objekt in der Josefstadt ist nun die CPI Immobilien Gruppe diesen Herbst am Start.

Die Buwog hat mit der Errichtung von 140 freifinanzierten Eigentumswohnungen nahe der Alten Donau in Wien 21 begonnen. Ein offenes Wohnkonzept – inklusive Urban Gardening auf dem Dach – soll junge Familien ansprechen. Ihren grünen Daumen können sie dort bereits ab 2018 unter Beweis stellen.

Die Österreichische Post errichtet über ihre Immo-Sparte 25 Eigentumswohnungen im Jahrhundertwende-Palais in der Neutorgasse 7. Für eine finanzkräftige Klientel sind großzügige Turmzimmer und Terrassen mit Blick auf die Innenstadt eingeplant. Die Fertigstellung soll im Sommer 2018 erfolgen.

Eine Woche der Spatenstiche, die wohl Einträge ins Rekordbuch mit sich bringen dürfte: Nach dem Baustart für „The Tower“, den neuen Hochhaus-Giganten am Persischen Golf, legte Wien gestern mit dem Kick-off zum laut Investor weltweit höchsten Hochholzhaus in der Wiener Seestadt Aspern nach. Nach einer zweieinhalbjährigen Entwicklungsphase soll das 84 Meter hohe und 24 Stockwerke umfassende Gebäude, genannt HoHo, bis 2018 errichtet werden. In Summe fließen 65 Millionen Euro in das Projekt.

Start für das nächste Mammutprojekt im Emirat Dubai: S.H. Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, hat am Dienstag, dem 11. Oktober, den Spatenstich für den Bau von "The Tower" in Dubai Creek Harbour vorgenommen. Bei seiner Fertigstellung wird der Koloss seinen „Nachbarn“, den 828 Meter hohen Burj Khalifader, überragen und damit das höchste Gebäude der Welt sein. Der Turm soll zur Expo in Dubai im Jahre 2020 eröffnet werden.