Warimpex sieht Osten im Aufwind

Der Hotelmarkt hat sich erholt und auch der Immobilientransaktionsmarkt in CEE dürfte laut Einschätzung des Hotelbetreibers und Immobilienentwicklers das Schlimmste überstanden haben. Im 1. Halbjahr 2012 verzeichnete das Unternehmen ein geringes Gewinnplus.

Warimpex © Warimpex

CEO Franz Jurkowitsch

Das erste Halbjahr 2012 war für die börsenotierte  Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG von positiven Impulsen im Hotelsegment geprägt. "Hotels sind Barometer der Konjunkturentwicklung", so CEO Franz Jurkowitsch bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Die Umsatzerlöse aus dem Betrieb von Hotels erhöhten sich um neun Prozent, Auslastung und Zimmerpreise stiegen über das gesamte Portfolio. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wo man einen Verlust von 3,2 Millionen Euro einfuhr, liegt der Gewinn nach Steuern im 1. Halbjahr 2012 bei 604.000 Euro. Jurkowitsch: "Die gute Entwicklung in unseren Kernländern ist nicht zuletzt auf höhere Umsatzerlöse in Ekaterinburg und Prag zurückzuführen. Auch die übrigen Märkte konnten die Erwartungen großteils erfüllen und erzielten im Durchschnitt positive Zuwachsraten".

Die Zahlen auf einen Blick*:

Kennzahlen in Mio. € 1. HJ '12 1. HJ '11 2011 2010
Umsatz 33,3 29,2 64,9 58,4
EBIT 2,9 5,7 9,7 14,7
EBITDA 4,8 4,1 12,5 12,9
Außenstände 4,8 5,3 5,8 5,1
Dividende 0 0 0 0
Eigenkapitalquote in % 19 / 32** 17 / 32 19 / 32 18 / 32
Gewinn nach Steuern 0,6 -3,2 7,2 -2,0

 

"In Polen hatte die Fußball-Europameisterschaft erfreuliche Auswirkungen auf die Performance der dortigen Hotels. Im Warschauer Hotel InterContinental stieg der durchschnittliche Zimmerpreis sogar um mehr als 150 Prozent im Juni. Lediglich die Prager Fünf-Sterne-Hotels entwickeln sich nach wie vor schwach", sagte Jurkowitsch.

Insgesamt konnte die Zimmeranzahl aufgrund der Eröffnung des Crowne Plaza Hotels in St. Petersburg Ende 2011, saldiert mit dem Verkauf des Hotel Sobieski in Warschau um drei Prozent, auf 3.467 angehoben werden.

 

Wikipedia/Agruwie © Wikipedia/Agruwie

Das Palais Hansen am Wiener Schottenring soll eine exquisite Hotel- und Wohnimmobilie werden. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2013 geplant.

Transaktionsmarkt hat das Schlimmste überstanden

Neben der Erholung des Hotelbereichs dürfte nun auch der Immobilientransaktionsmarkt in CEE das Schlimmste überstanden haben. "In Osteuropa springt die Wirtschaft wieder an, sagte Daniel Folian, bei Warimpex zuständig für Investor Relations. "Verkäufe zu akzeptablen Preisen sind wieder möglich und wahrscheinlich. Derzeit haben wir mehrere Verkäufe ins Auge gefasst und rechnen mit der Veräußerung mindestens einer Immobilie in naher Zukunft", ergänzt Franz Jurkowitsch. So wurde bereits im April eine Vorvereinbarung über den beabsichtigten Verkauf des 50-Prozent-Anteils am Hotel InterContinental in Warschau unterfertigt. Das Closing wird noch für dieses Jahr erwartet. Als Kaufpreis wird ein dreistelliger Millionenbetrag angepeilt.

Erstes Projekt in Österreich: Palais Hansen

Sämtliche Entwicklungs-Projekte schreiten laut dem Unternehmen planmäßig voran: Die Fertigstellung und Eröffnung des Bürogebäudes Le Palais in Warschau wird für Ende 2012 anvisiert. Warimpex’ erstes Projekt in Österreich, der Umbau des Palais Hansen am Wiener Schottenring in eine exquisite Hotel- und Wohnimmobilie gemeinsam mit Wiener Städtischer Versicherung und Strauss & Partner, entwickelt sich ebenfalls erfreulich und öffnet voraussichtlich im Frühjahr 2013 seine Pforten.

Für das Gesamtjahr 2012 werden 110 bis 115 Millionen Umsatz angesteuert, sagte Jurkowitsch, der mit der derzeitigen Performance des Aktienkurses nicht zufrieden ist: "Aber am Ende zählt nur der Cashflow und nicht die Spekulationen".


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Datum: 30.08.2012

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