Werthaltiges Portfolio: S Immo-Engagement-Karte

„Auch die Immobilienbranche ist schnelllebiger geworden“, diagnostiziert Ernst Vejdovszky, Vorstand der zur Erste Bank-Gruppe gehörenden Sparkassen Immobilien AG (s Immo). „Und auch wir leben vom Kapitalmarkt, das Investitionstempo hat sich verlangsamt.“

"Auch die Immobilienbranche ist schnelllebiger geworden", diagnostiziert Ernst Vejdovszky, Vorstand der zur Erste Bank-Gruppe gehörenden Sparkassen Immobilien AG (s Immo). "Und auch wir leben vom Kapitalmarkt, das Investitionstempo hat sich verlangsamt." Die Expansionsziele habe man schon vor Längerem heruntergeschraubt, die ambitionierten vier Mrd. €, die man für 2010 angepeilt hat, halten derzeit bei vorsichtigen 2,5 Mrd. €. Aus der Neubewertung der Liegenschaften sind in den ersten sechs Monaten 2008 keine Gewinne erzielt worden, es musste jedoch auch keine Abwertung des Gesamtportfolios vorgenommen werden.

Im vierten Quartal werde neu bewertet, Vejdovszky rechnet hier kaum mit nennenswerten Änderungen, "eine Null bis zu einem leichten Plus". Auch im dritten und vierten Quartal würden weitere über den Schätzwerten liegende Verkäufe einen zusätzlichen positiven Ergebnisbeitrag liefern. Für das Gemini-Büro-Projekt in Prag, das alles in allem nach Fertigstellung der zweiten Phase 68 Mio. € kosten wird, könnten nach ersten Gesprächen vorsichtig geschätzt 110 bis 120 Mio. € drin sein. Die Prognosezahlen für das Gesamtjahr 2008 von 99 Mio. € Umsatz, 78 Mio. € Mieterlösen und 72 Mio. € EBIT wurden bestätigt. Das Immobilien-Portfolio wurde in den ersten sechs Monaten 2008 durch die vor allem auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt getätigten Neuakquisitionen von 1,3 auf 1,7 Mrd. € gesteigert.

Deutsche Immobilien tragen mit ca. 42% nach wie vor den größten Anteil zum Mieterlös bei (Österreich: 30%, CEE: 28%). "Es ist aktuell die Zeit, in der man seine Hausübungen macht", so Vejdovszky im Gespräch mit financenetreal:estate, "das heißt Vermietungsprozesse optimieren, auf die Instandhaltung achten, etc." Die "like-for-like"-Mietsteigerungen (i.e. im bestehenden Liegenschafts-Portfolio) belaufen sich nach Angaben von Vejdovszky auf 3%. "Aber bei 94%iger Auslastung kann man nicht viel bewegen", meint er. Sehr viel hält Vejdovszky nach wie vor vom deutschen Residential-Markt, wo man günstig eingekauft habe. "Da kann man fast nichts falsch machen, wenn man zu 600 bis 1.100 Euro je Quadratmeter einkauft, zu Renditen zwischen sechs und acht Prozent und bei einem tiefen Miet-Niveau", meint Vejdovszky. Die s Immo wagt sich dabei durchaus in Städte, die von anderen links liegen gelassen werden wie Rostock oder Halle/Saale.

Randmärkte im Visier
Bei den Engagements in der Region CEE (Central and Eastern Europe), etwa in der rumänischen Hauptstadt Bukarest oder der bulgarischen Metropole Sofia - Shopping Center, die im Jahr 2010 fertig werden - stützt sich der Optimismus der s Immo auf das Anziehen der Kaufkraft der Bevölkerung. Das Objekt in Bukarest etwa sei bereits zu 80% vorvermietet. Aber auch in Randmärkten wie etwa Bosnien könnte die s Immo fündig werden; die Gespräche über ein Investment dort seien schon weit gediehen.

Vejdovszky: "Mit vier Millionen Einwohnern verträgt die Bevölkerung dort gut ein Einkaufszentrum." In der Ukraine stehe man knapp vor einer Unterschrift. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dort seien aber mehr als schwierig. Das Development soll langfristig bis zu 25% der Bilanzsumme ausmachen, derzeit sind es erst 10%.
(Quelle: Medianet)


Autor:

Datum: 13.08.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

ISS Facility Services ist Österreichs führender Gesamtanbieter für alle Dienstleistungen rund ums Gebäude: Property Services, Support Services, Cleaning Services, Security Services und Catering Services. Alles aus einer Hand. ISS ist weltweit seit 1901 erfolgreich und seit 60 Jahren marktführend in Österreich.

Vario-Haus zieht es in die Schweiz, genauer gesagt in die Romandie. Im April hat das Tochterunternehmen des niederösterreichischen Fertighausproduzenten in Sierre (Kanton Wallis) aufgesperrt, wie das Unternehmen heute mitteilt. Ziel sei es, die Exportquote weiter zu steigern und den bisher im Vergleich zu Österreich wenig entwickelten Fertighausmarkt in Schwung bringen. Dazu wurde auch der Heimatstandort in Wiener Neustadt ausgebaut. Dort soll künftig die Export-Abteilung Regie führen.

Nach dem Minus von 42,3 Millionen Euro aus 2015 konnte die Immobilieninvestment und –entwicklungsgesellschaft im Vorjahr wieder einen Gewinn von 22,9 Millionen Euro verbuchen, wie das Unternehmen im Rahmen seiner heutigen Bilanzkonferenz mitgeteilt hat. 2017 wird der Teilverkauf des Hotelportfolios weiteres Geld in die Kassa spülen. In Russland bleibt man engagiert. Geplant sind auch neue Projekte im näheren CEE-Raum.

Die Zukunft der auf Betonsteine und Flächenbefestigungen spezialisierten Frühwald-Gruppe scheint langfristig gesichert. Wie das Unternehmen meldet, habe man zwei Privatinvestoren an Bord holen können. Eine Rochade findet auch der Unternehmensspitze statt: Sowohl der Österreich-Zentrale als auch der internationalen Tochtergesellschaften stellt künftig Branchenexperte Robert F. Holzer als neuer CEO vor.

Schwieriges Marktumfeld in Russland und Bewertungseffekte schlagen in den Zahlen durch. Steigerungen wurden beim Vermietungsgrad erzielt, heißt es seitens des Konzern. Die Dividende soll wie angekündigt bei 6 Cent je Aktie liegen.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) knackte 2016 die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro. Aufgrund gestiegener Mieterlöse und höherer Erlöse aus dem Verkauf von Umlaufvermögen sei im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzplus von sechs Prozent erzielt worden, meldete Geschäftsführer Hans-Peter Weiss (im Bild) anlässlich der Ergebnispräsentation. Zum Bilanzende standen damit exakt 1.049,9 Millionen Euro in den Büchern.

204,3 Millionen Euro im Jahr 2016 – versus 77,2 Millionen Euro aus 2015: Der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten S Immo AG, Ernst Vejdovszky, meldete heute im Rahmen der Bilanzpräsentation ein Plus beim Jahresüberschuss von 165 Prozent und auch mit Blick auf die weiteren Kennzahlen das „beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“. „Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir vor allem mit dem Verkauf eines Teils unseres Deutschland-Portfolios beeindruckende Gewinne realisieren“, so Vejdovszky. Von den Resultaten sollen nun auch die Aktionäre profitieren.

Die CA Immo berichtet, mit dem Verkauf ihres Mehrheitsanteils am Logistikpark Aerozone in Budapest den Rückzug aus dem Logistikbereich abgeschlossen zu haben. In Summe habe man sich im Laufe der letzten Jahre von mehr als 500.000 Quadratmetern Fläche in Polen, Rumänien, Ungarn und Deutschland getrennt, heißt es dazu aus dem Unternehmen.

2017 begeht der in Italien beheimatete Baustoffkonzern Mapei sein 80-jähriges Firmenjubiläum. Grund zum Feiern gibt es auch bei der Österreich-Tochter, die steigende Produktions- und Aufragsvolumina meldet. Ende März erfolgte nun der offizielle Startschuss zum notwendig gewordenen Hallenzubau in Nußdorf ob der Traisen. Eröffnet wird mit Vertretern der Konzernmutter noch im heurigen September.