Wienerberger baut Konzernstruktur um

Nur noch drei Hauptbereiche. Johann Windisch scheidet zwar aus dem Vorstand aus, bleibt aber dem Unternehmen erhalten und trägt künftig die Verantwortung über wichtigen Kernbereich "Ziegel Europa".

Wienerberger © Wienerberger

Die bisherige Struktur von Wienerberger. Ein neues Organigramm will Wienerberger nachliefern.

Wienerberger richtet seine Konzernorganisation neu aus: Damit soll einerseits die Übernahe des Kunststoffrohr-Herstellers Pipelife entsprechend berücksichtigt werden, andererseits natürlich die Struktur generell verschlankt werden.

Künftig drei Konzernbereiche

Die Konzernstruktur wurde daher angepasst und Bereiche, die ähnliche Marktdynamiken und Wachstumstreiber aufweisen in drei Divisionen zusammengefasst: Ziegel Europa, Rohre & Pflaster und Nordamerika. Also: keine regionale Aufteilung mehr, sondern die zwei Produktbereiche sowie Nordamerika als anders tickender Markt. Die neue divisionale Struktur wurde nun auch in der Organisation von Wienerberger verankert und im selben Schritt der Vorstand von drei auf zwei Mitglieder reduziert.

Windisch leitet Kernbereich "Ziegel Europa"

Johann Windisch scheidet zwar aus dem Vorstand der Wienerberger AG aus, übernimmt aber weiterhin einen wesentlichen Part bei Wienerberger, die operative Verantwortung für den Bereich Ziegel Europa. Dazu Sprecherin Barbara Braunöck: "Das war Herr Windischs Wunsch, damit er sich voll auf das aktuell schwierige Geschäftsfeld Ziegel konzentrieren kann. Im Vorstand war er noch für viele andere Dinge verantwortlich."

Unterstützt wird Johann Windisch dabei von Christof Domenig (zuvor Executive Managing Director Westeuropa) als COO und stellvertretender CEO sowie von Gerhard Hanke (zuvor verantwortlich für das Konzerncontrolling) als CFO. Mit diesem Managementteam werde das Ziegelgeschäft unter einheitliche Leitung gestellt, wodurch vorhandene Stärken noch besser genutzt und Prozesse weiter optimiert werden sollen, so das Konzern-Statement.

Verträge von Scheuch und Van Riet verlängert

Der Aufsichtsrat hat bereits alle dazu erforderlichen Beschlüsse getroffen und gleichzeitig die Verträge vom Vorstandsvorsitzenden Heimo Scheuch sowie vom Finanzvorstand Willy Van Riet um fünf Jahre verlängert. Heimo Scheuch und Willy Van Riet werden im Vorstand zukünftig gemeinsam die Verantwortung über die Divisionen sowie alle Belange der Wienerberger Gruppe wahrnehmen. Scheuch: "Vorab möchte ich mich ganz herzlich bei Johann Windisch für die konstruktive und gute Zusammenarbeit im Vorstand bedanken. Das Ziegelgeschäft in Europa ist sicherlich der derzeit schwierigste Bereich im Konzern und daher ist es so wichtig hier einen starken Fokus mit erfahrenem Management zu legen. Ich freue mich sehr, dass mit Johann Windisch, Christof Domenig und Gerhard Hanke ein schlagkräftiges Managementteam mit langjähriger Erfahrung nun die operative Leitung dieses Bereichs übernimmt. Zentral bei diesem Schritt ist für mich, dass wir nunmehr im Bereich Ziegel Europa eine einheitliche Leitung über die verschiedenen Produktgruppen und Regionen hinweg haben, die es ermöglichen wird Prozesse noch weiter zu optimieren und Wachstumschancen stärker nutzen zu können."


Autor:

Datum: 13.12.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Zwei Baustoffanbieter ziehen mit Jahresbeginn 2017 an einem Strang. Wie die Konzernmutter bekannt gibt, werden die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH und die Tondach Gleinstätten AG ihre österreichischen Aktivitäten im Wand- und Dachziegelbereich künftig bündeln. Mit drei Vertriebsregionen wolle man noch näher zu den Kunden rücken. Speerspitzen des neuen Markendoppels für Dach und Wand sind mit Franz Kolnerberger und Christian Weinhapl zwei erfahrene Konzernköpfe.

In ausgesuchter Lage, schräg gegenüber der Wiener Urania: Der erste österreichische home24-Showroom ist seit letzter Woche offiziell eröffnet. Zur Premiere des 700 Quadratmeter großen, realen Schaufensters des laut Eigenangaben europaweit größten Online-Möbelhauses gaben sich Promis und Shopper ein erstes Stelldichein. wohnnet Business war beim Offline-Opening dabei, talkte mit den Einrichtungsberatern und informierte sich bei Vorstandsmitglied Marc Appelhoff über den geplanten rot-weiß-roten Möbelkurs.

Weichenstellung: Mit der Zertifizierung nach ISO 9001:201 will die Rustler Immobilientreuhand GmbH in der Branche mit gutem Beispiel vorangehen. Dem Führungsteam (im Bild) wurde jetzt durch Auditor Walter Kalcher von quality Austria die Urkunde überreicht.

Die in Wels beheimatete TGW Logistics Group erweitert ihren Hauptstandort in Oberösterreich. Errichtet wird ein neuer Büro- und Produktionskomplex für rund 700 Mitarbeiter im benachbarten Marchtrenk. Dafür will der Anbieter von Intralogistiklösungen im Zuge seiner Wachstumsstrategie rund 55 Millionen Euro investieren. Die Fertigstellung ist für Mitte 2018 geplant.

Die Online-Familie der Tageszeitung „Die Presse“ hat bei der Suche nach "Austria's Leading Companies" ihre Wahl getroffen und den Piestingtaler Baustoffproduzenten für seine Innovationskraft und Digitalisierungskompetenz ausgezeichnet. Der Preis für den niederösterreichischen Landessieger wurde am gestrigen Leopolditag im Casineum Baden überreicht.

Die angekündigte Rochade ist unter Dach und Fach: Wie die conwert Immobilien Invest SE heute, den 2. November, bekannt gab, ist der Verkauf eines Gutteils ihres Gewerbeimmobilienpakets an einen Immobilien-Spezialfonds der HanseMerkur Grundvermögen unterschrieben. Die Neo-Eigentümer verfügen somit über 34 Büro- und Handelsimmobilien mit einer Gesamtnutzfläche von rund 200.000 Quadratmeter. Dafür haben sie 331 Millionen Euro locker gemacht – eine Summe leicht über den Buchwerten der Immobilien, wie es laut conwert-Aussendung heißt.

Milchriese mit neuem Logistikzentrum: Der zentrale Berglandmilch-Standort in Aschbach Markt im Mostviertel verfügt künftig über 20.700 vollautomatisch bedienbare Palettenstellplätze. Damit hat man auf insgesamt 28.000 aufgestockt. Das neue Lager werde noch diesen November hochgefahren, sagt Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer. In Summe wurden 20 Millionen Euro investiert.

1996 startete Baumit mit drei Mitarbeitern am kroatischen Markt. Zwei Dezennien später werden von der auf 57 Personen angewachsenen Unternehmenstochter mittlerweile jährlich rund 4.000 Häuser mit Wärmedämmverbundsystemen ausgestattet, meldet die Firma anlässlich der Jubiläumsfeier in Zagreb. Laut den letzten Zahlen aus 2015 belief sich der Umsatz auf 14 Millionen Euro. Nächstes Ziel von Baumit Kroatien: die Marktführerschaft.

Dass der Wiener Fenster- und Türenhersteller Hrachowina nach über einhundert Jahren seinen Gründungsstandort verlassen wird, ist seit längerem bekannt. Der für diesen Herbst angekündigte Standortentscheid wird sich nun weiter vertagen, wie Geschäftsleiter und Prokurist Peter Frei (Bild) heute in einer Aussendung mitteilt. Die verlängerte Standortsuche sei demnach einem „weitreichenden Optimierungsprozess“ geschuldet: zwei Standorte würden dem Unternehmen zufolge immer „wahrscheinlicher“. Favorisiert wird dabei das östliche Österreich. Die Produktion soll laut Plan im Frühjahr 2018 anlaufen.