Wienerberger zurück in Gewinnzone

Der weltgrößte Ziegelhersteller ist nach einer Restrukturierungsphase wieder in der Gewinnzone gelandet: 2011 verbucht Wienerberger 41 Mio. Euro Gewinn nach Steuer.

Der weltweit größte Ziegelproduzent und Europas führender Hersteller von Tondachziegel Wienerberger geht wieder rosigeren Zeiten entgegen. Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2011 mit einem Gewinn nach Steuer von 41 Millionen Euro ab. „Wir konnten in allen wichtigen Märkten stärker performen als der Wohnbau“, verkündet Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch hocherfreut den Tournaround.


In dem doch schwierigen Marktumfeld gelang es Wienerberger den Umsatz um 16 Prozent auf 2.024 Millionen Euro und das operative EBITDA um 23 Prozent auf 259 Millionen Euro gegenüber 2010 zu steigern. Ein Erfolg, den Scheuch auf milde Witterungsbedingungen mit deutlichen Mengenzuwächsen schon Anfang 2011 erklärt. 2010 musste noch ein Verlust von 35 Millionen Euro hingenommen werden. Positiv wirkten sich 2011 auch ein Anteilstausch im Dachbereich aus: Wienerberger überlies dem ehemaligen Joint Venture Partner Monier 50 Prozent an dem Betondachhersteller Bramac, erhielt im Gegenzug weitere 25 Prozent an Tondach Gleinstätten sowie Ausgleichszahlungen. Somit hält der Ziegelhersteller nun 50 Prozent an Tondach. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT konnte deutlich von elf Millionen auf 79 Millionen Euro gesteigert werden. Die Dividende soll um 20 Prozent auf 12 Eurocent pro Aktie erhöht werden.


Scheuchs Strategie – „organisches Wachstum“ - ist also aufgegangen: „Die Ergebnisse beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nach der Restrukturierungsphase haben wir das Unternehmen neu ausgerichtet und den Fokus auf unsere hochwertigen Produkt- und Systemlösungen für energieeffizientes Bauen gelegt, um die starke operative Basis von Wienerberger für weiteres Wachstum zu nutzen. Über 200 neue Produkte wurden neu eingeführt.“


Auch in Sachen Cashflow zeigt Wienerberger Stärke: Der lag 2011 mit 204 Millionen Euro um 53 Millionen über dem Vergleichswert vom Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt bei Wienerberger Dank 100-Mio.-Anleihe bei 60 Prozent, der Verschuldungsgrad bei 18 Prozent. Im Jänner 2012 gab es abermals eine Anleihe über 200 Millionen Euro.

Wienerberger © Wienerberger

Wienerberger Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch.

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Ergebnis nach Regionen.

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Ergebnis nach Produkten.

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Unterschiedliche Marktentwicklung der verschiedenen Märkte.


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Datum: 08.03.2012

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