Wienwert begibt neue Anleihe mit 3,75 Prozent Zinsen

Die Immobilieninvestmentgesellschaft Wienwert begibt eine neue Anleihe mit einem Emissionsvolumen von bis zu 5 Millionen Euro, mit 3,75 Prozent Zinsen pro Jahr und einer Mindestzeichnungssumme von 1.000 Euro.

Die Zeichnungsfrist für das neue Wienwert-Papier begann am 30.9.2016 und endet am 27.10.2016, Valutatag ist der 3.11.2016, präzisiert der Vorstand von Wienwert. Die Anleihe soll ab diesem Datum auch an der Wiener Börse im sogenannten Dritten Markt gelistet sein.

„Finanzierungskosten reduzieren”

Der Emissionserlös soll vorwiegend für den Erwerb von neuen großflächigen Grundstücken in Stadtentwicklungsgebieten, über die man bereits in sehr konkreten Verhandlungen steht, dienen, erklärt Vorstandsvorsitzender Stefan Gruze (im Bild).

Das Besondere der neuen Unternehmensanleihe sie die jährliche Kündigungsmöglichkeit der Anleger, sie seien somit nicht langfristig gebunden, „obwohl sie gleichzeitig eine attraktive Rendite erwirtschaften“, so Gruze weiter: „Wir werden durch diese neue Anleihe die Finanzierungskosten deutlich reduzieren und somit die Ertragskraft des Unternehmens weiter stärken können“.

Wohnbauprojekt R88 fertig

Vor kurzem hat Wienwert die Fertigstellung des Wohnbauprojekts R88 bekanntgegeben. In zentraler Lage am Rennweg 88 im dritten Wiener Gemeindebezirk wurden vom Generalunternehmer Porr 58 hochwertige Wohnungen errichtet und an Wienwert übergeben.

Zoom VP / Visualisierung | MOSER ARCHITECTS © Zoom VP / Visualisierung | MOSER ARCHITECTS

Rennweg 88, Wienwert

Die Wohnungen im R88 sind zwischen 40 und 74 m2 groß und verfügen alle über Loggia, Balkon oder Terrasse. In der hauseigenen Tiefgarage stehen 34 Stellplätze zur Verfügung. Das Objekt profitiere von seiner zentralen Lage, es ist über die Straßenbahnlinie 71 sowie die Schnellbahnstation St. Marx an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Vermietungen statt Abverkauf

Beim R88 hat sich Wienwert für eine andere Verwertungsstrategie als bei ihren bisherigen Entwicklungsprojekten entschieden. Die Wohnungen werden nicht im Eigentum abverkauft, sondern vermietet und das Objekt wird in weiterer Folge als Ganzes an einen Investor verkauft. „Institutionelle und große private Investoren suchen derzeit äußerst intensiv nach Investitionsmöglichkeiten auf dem Wiener Wohnungsmarkt, daher ist dieser Exit für Wienwert definitiv die beste Option“, erklärte Gruze.

Kooperation mit EHL Immobilien

Bei der Vermietung arbeitet Wienwert mit dem Immobiliendienstleister EHL Immobilien zusammen. Schon bei Fertigstellung konnte ein beachtlicher Verwertungsstand erreicht werden, heißt es. EHL wurde auch mit der Liegenschaftsverwaltung beauftragt.

„Die hohe Nachfrage zeigt, dass wir mit diesem Projekt genau die Bedürfnisse der Wohnungssuchenden nach hochwertigem und gleichzeitig leistbarem Wohnraum in zentraler Lage erfüllt haben“, sagt Gruze. Die Lage rund um die Aspanggründe wurde durch zahlreiche Bauprojekte zuletzt deutlich aufgewertet und hat sich zu einer stark gefragten Wohnlage entwickelt.

Weiterer Neubau gemeinsam mit SÜBA

In unmittelbarer Nähe am Rennweg 52 entwickelt Wienwert gemeinsam mit SÜBA ein weiteres Neubauprojekt: auf dem Gelände der ehemaligen Schwedenbombenfabrik entstehen bis 2017 114 Eigentumswohnungen.

Wienwert mit Sitz in Wien investiert ausschließlich in der Bundeshauptstadt. Der alleinige Fokus liegt hierbei auf großvolumigen Neubauprojekten im Segment „Leistbares Wohnen“ in Stadtentwicklungsgebieten, die zur Gänze vermietet und entweder an institutionelle Investoren verkauft oder langfristig im eigenen Bestand behalten werden. Der aktuelle Immobilienbestand der Wienwert-Gruppe hat einen Verkehrswert von ca. 128 Millionen Euro (Stichtag 30. Juni 2016), der Wert nach Fertigstellung aller Projekte beläuft sich auf ca. 191 Millionen Euro, so das Unternehmen.


AutorIn:

Datum: 02.10.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Die S Immo AG meldet erneut positive Quartalszahlen. Laut heutiger Aussendung sei man auf bestem Wege das Geschäftsjahr mit einem neuen Rekord abzuschließen, wie es seitens des Immo-Investors heißt. Vorstandsvorsitzender Ernst Vejdovszky nennt dafür vor allem zwei Gründe: die aus dem Verkauf von rund einem Drittel des deutschen Wohn-Portfolios lukrierten Bewertungsgewinne und die generelle Entwicklung im laufenden operativen Geschäft.

Erst Anfang November meldete die UBM Development AG den Verkauf ihrer im Bau befindlichen Hotels im QBC 5. Jetzt haben der Immo-Entwickler und sein Partner S Immo einen Forward Deal für das entstehende dritte Baufeld im Quartier Belvedere Central mit der Union Investment unter Dach und Fach gebracht. Fertigstellung und Übergabe sollen laut UBM-Meldung im Herbst 2017 über die Bühne gehen.

Eigentümerwechsel bei der ehemalige Frucht- und Mehlbörse am Wiener Schottenring. Der generalsanierte Prestigebau wurde für den offenen Immobilienfonds „Real Invest Austria“ von der Bank Austria Real Invest Immobilien KAG erworben. Die Verhandlungen und der Verkaufsprozess sind im Auftrag der Eigentümer von der Wiener CBRE-Dependance begleitet worden. Der Kaufpreis liegt laut Aussendung des Immobilienspezialisten im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Die UBM Development AG meldet den Verkauf ihrer im Quartier Belvedere Central (QBC) im Bau befindlichen Hotels. Neuer Eigentümer des künftigen ibis und Novotel Hotels der Accor-Gruppe ist der französische Asset Manager Amundi Real Estate. Dem Immobilienentwickler zufolge soll der Kaufpreis bei 85 Millionen Euro liegen. Beide Häuser, die erst Mitte September ihre Dachgleiche feiern konnten, sollen schon im kommenden Sommer eröffnen.

Milchriese mit neuem Logistikzentrum: Der zentrale Berglandmilch-Standort in Aschbach Markt im Mostviertel verfügt künftig über 20.700 vollautomatisch bedienbare Palettenstellplätze. Damit hat man auf insgesamt 28.000 aufgestockt. Das neue Lager werde noch diesen November hochgefahren, sagt Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer. In Summe wurden 20 Millionen Euro investiert.

Buwog-Hauptversammlung stimmt dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Dividende von 0,69 Euro je Aktie wird ausgeschüttet.

Nach Berlin, Hamburg oder München nimmt die in Nürnberg beheimatete Project Immobilien Gruppe, die sich in den letzten 20 Jahren auf Wohn- und Gewerbeobjekte in ausgesuchten Gunstlagen spezialisiert hat, den Wiener Wohnungsmarkt ins Visier. Insgesamt sollen laut der Wiener Dependance ab dem kommenden Jahr 100 Einheiten in der Bundeshauptstadt realisiert werden.

Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank bekräftigen ihre Anlageempfehlung „Hold” für die Wertpapiere des heimischen Immobilienunternehmens Buwog. Das Kursziel von 24,50 Euro bleibt unverändert. Im ersten Quartal hat die Buwog mehr Mieteinnahmen und weniger Gewinn erzielt. Beim Projekt Pfarrwiesengasse wurde neulich die Dachgleiche gefeiert, das Projekt Töllergasse ist frisch im Vertrieb.