Wohnbauinitiative Seestadt Aspern abgeschlossen

Die 2011 ins Leben gerufene Wohnbauinitiative ist Wiens Antwort auf den steigenden Wohnraumbedarf der kommenden Jahrzehnte. Die Seestadt Aspern gilt dabei als ein prestigeträchtiges Vorzeigebeispiel für urbanes Wachstum innerhalb der Stadtgrenzen. Nun ist das gesamte Wohnbauprojekt abgeschlossen.

Mit der Übergabe der Wohnhausanlage an der Ilse-Arlt-Straße 20-22 im 22. Wiener Gemeindebezirk feierten Stadt und Projektbeteiligte die Fertigstellung aller 14 Projekte der Wiener Wohnbauinitiative. So wurden in Aspern in den vergangenen Jahren - im April 2013 wurde mit dem Bau der ersten Wohnhäuser begonnen - mehr als 1.600 kostengünstige Wohnungen errichtet. Nun sind diese ausnahmslos vergeben und bezogen. "Die Wiener Wohnbauinitiative ist ein wesentlicher Bestandteil zur Erfüllung leistbaren Wohnraums in Wien. Es freut mich daher sehr, dass wir ein weiteres Projekt termingerecht fertigstellen und rund 400 Bewohnerinnen und Bewohnern ein attraktives neues Zuhause bieten können", betonte Gesiba-Generaldirektor Ewald Kirschner bei der Übergabe.

Urbanes Wohnen im Grünen

Die nun fertig gestellte Wohnhausanlage (Bauträger: STEG/Gesiba; Architektur: Albert Wimmer) ist in vier Einzelgebäude gegliedert, die in ihrer Gestaltung je nach Lage im Hof, Himmelsrichtung und Zugänglichkeiten differenziert wurden. Jede der insgesamt 175 Wohneinheiten (55 bis 110 m2) verfügt über eine Loggia, Terrasse oder einen Balkon. Im Erdgeschoß-Freibereich steht den BewohnerInnen sogar ein 180 m2 großes Schwimmbecken zur Verfügung. In der "grünen Mitte" der Anlage befinden sich Wiesen, Bäume und Sträucher. Ein Obstgarten sowie kleine Gartenparzellen zum Anbau von Gemüse sollen das Freizeitangebot vor der Wohnungstür ergänzen und Gemeinschaftsräume, Kinderspielräume in überdachten Galerien sowie Atrien den Austausch und das gute Miteinander der BewohnerInnen fördern.

Insgesamt 70 Mio. Euro für Seestadt

Die Gebäude der Anlage wurden als Niedrigenergiehäuser mit thermisch hochqualitativer Gebäudehülle errichtet. Auch auf die natürliche Belichtung von Erschließungszonen und Fahrradgaragen wurde durch ein energiesparendes Beleuchtungskonzept besonderer Wert gelegt. Die monatlichen Kosten für die Wohnungen liegen bei 7,78 Euro/m2, die Eigenmittel bei 500 Euro/m2. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: "Auch die neue Wohnhausanlage des Bauträgers Gesiba spiegelt die hohe Qualität, die Wohnbauinitiativen-Projekte neben preiswerten Konditionen für die Mieterinnen und Mieter bieten, wider. Die Stadt Wien hat die Errichtung der 175 Wohnungen mit einem günstigen Darlehen im Umfang von rund 11 Millionen Euro unterstützt. 70 Millionen Euro investierte die Stadt in alle Wohnbauinitiativen-Projekte in aspern Seestadt."


AutorIn:

Datum: 16.07.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Die Rustler Gruppe meldet den Vermarktungsstart für das in Sanierung stehende Wohnprojekt „City Corner M 139“ in Wien Margareten. Die 26 freifinanzierten Wohnungen sollen im Herbst 2018 bezugsfertig sein.

Vom Büro zum Hotelhochhaus: Die Novum Hotel Group und Immofinanz bauen den bestehenden Office-Standort neben den Twin Towers am Wienerberg zum "Holiday Inn Vienna – South" um. Geplant sind 201 Zimmer, plus Frühstücksrestaurant im 22. Stock. Eröffnet werden soll der neue Komplex Anfang 2019.

Die oberösterreichische Consulting Company startet mit der Vermarktung ihres nächsten Wien-Projekts in der Arndtstraße in einem zentralen, infrastrukturell gut erschlossenen Teil des zwölften Wiener Gemeindebezirks. Neben dem zuletzt eröffneten "wohn:park:zwölf" errichtet der Immobilienentwickler 38 Wohnungen mit insgesamt gut 2.000 Quadratmeter Wohnfläche. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2017 vorgesehen, die Fertigstellung soll im Herbst 2018 erfolgen.

Vorläufiges Ende für ein ambitioniertes Projekt in der Ländle-Landeshauptstadt: Wie die Betreiberpartner Ende letzter Woche in einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten, ist die geplante Seestadt in ihrer jetzigen Form Geschichte. Die Vertreter machten für das nunmehrige Aus wirtschaftliche Gründe geltend.

Nomen est omen: Die 6B47-Deutschlandtochter setzt in die Schmuckmetropole Pforzheim ihr eigenes „GoldStück“. Auf einem über 3.000 Quadratmeter großen Grundstück soll laut Unternehmensaussendung bis 2019 ein gemischt genutztes Quartier mit Wohn- Hotel- und Gewerbeflächen (insgesamt 10.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche) realisiert werden. Baubeginn ist im nächsten Sommer, für das „Goldstück“ in der boomenden Second-City wurden laut der 6B47 Germany GmbH rund 25 Millionen Euro reserviert.

Dacapo für den oberösterreichischen Objektentwickler am Wiener Immo-Markt: Die Consulting Company (CC) ist mit dem offiziellen Spatenstich in das Projekt „Steinterrassen“ in der Leyserstraße in Wien 14 gestartet. Gebaut werden 70 Eigentums- und Vorsorgewohnungen sowie ein Kindergarten. Die dort bestehende Polizeiinspektion wird neu errichtet. Auch Ordinationsflächen sind geplant. Fertiggestellt soll die Anlage laut Unternehmensaussendung im Jahr 2018 sein.

Die Kallco-Gruppe baut 325 frei finanzierte Wohnungen in Wien Simmering. Das neu entstehende Quartier 11 soll nicht nur in eine naturnahe Umgebung eingebettet werden. Mit dem eigenentwickelten Energiekonzept „Klima Loop“ favorisiert man eine grüne und entsprechend kostensparende Variante. Die dazu notwendigen Tiefenbohrungen haben bereits begonnen. Die ersten Mieter sollen davon bereits 2018 profitieren können.

Kick-off für das Projekt „Karree Korneuburg“: Die NOE Immobilien Development AG (NID) errichtet am Korneuburger Hauptplatz 71 Wohnungen sowie Büro- und Geschäftsflächen. Das Ensemble aus historischer Bausubstanz und einem Neubau soll dem Zentrum ein neues architektonisches Gesicht geben. Die Fertigstellung ist für April 2018 beanraumt.

Der Wiener Zinshausmarkt ist im Dauerhoch. Neben gewerblichen und privaten Investoren tummeln sich Stiftungen und institutionelle Anleger am City-Markt. Besonders gefragt seien laut Brancheninsidern innerstädtischen Liegenschaften, wo eine auf konservative Veranlagungsmodelle abzielende Klientel naturgemäß die höchsten Renditen und Wertzuwächse erwarten könne. Doch attraktive Angebote sind derzeit Mangelware – mit wenigen Ausnahmen. Mit einem revitalisierten Objekt in der Josefstadt ist nun die CPI Immobilien Gruppe diesen Herbst am Start.