Finale: Wopfinger übernimmt Baustoff-Sparte von Wietersdorfer

Der Deal ist mit dem heutigen Closing endgültig in trockenen Tüchern: Fünf Monate nach Vertragsunterzeichnung hat die Wopfinger Gruppe die Wietersdorfer Baustoff-Sparte zur Gänze übernommen. Die Baumit Beteiligungen GmbH erwirbt damit 27 Firmen in 14 Ländern mit rund 650 Mitarbeitern sowie die Markenrechte an „Baumit“ und „Kema“. Der Kaufpreis wurde nicht öffentlich kommuniziert.

Knapp 30 Jahre ist es her, dass Friedrich Schmid (Wopfinger) und Dieter Kern (Wietersdorfer) die Dachmarke Baumit aus der Taufe gehoben haben; mit dem Ziel, Forschungs- und Entwicklungsfragen zu bündeln und den Vertrieb unter dem gemeinsamen Qualitätsmarkendach zu forcieren. Die Firmenstruktur blieb davon unangetastet – bis heute.

Strategische Partner-Übernahme

Ein Strategiewechsel der Wietersdorfer, der auf andere Wachstumsmärkte abzielt, habe den nunmehrigen Verkauf laut den Vertragspartnern nun vorangetrieben. Robert Schmid, Geschäftsführer des Neoeigentümers (Bildmitte), versichert, dass durch den Deal ein starkes österreichisches Familienunternehmen entstehe, das aus einer gesicherten Position mit multinationalen Konzernen auf Augenhöhe agieren könne. Bei Wietersdorfer will man sich jetzt verstärkt auf B2B-Märkte konzentrieren, unter anderem im Rohrbereich. Mit den Tochterunternehmen „Hobas“ und „Poloplast“ sei man laut Geschäftsführer Michael Junghans hier international sehr gut aufgestellt.

Zur Baumit Beteiligungen GmbH gehören sämtliche Firmen der Baumit-Gruppe, Wopfinger Transportbeton sowie weitere Beteiligungen. Das sind aktuell rund 70 Firmen in Europa und in China. Deren Schwerpunkt liegt auf der Herstellung und dem Vertrieb von Kalkstein, Kalk, Zement, Trockenmörtel, pastösen Produkten (Nassmörtel, Farben), Transportbeton, Kies sowie von Füllstoffen aus Kalk und Talkum. Die Baumit Beteiligungen GmbH ist wiederum Teil der Schmid Industrieholding GmbH mit Hauptsitz im niederösterreichischen Wopfing, Gemeinde Waldegg, die die strategische Ausrichtung verantwortet. Die Holding erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Gesamtumsatz von 1,4 Milliarden Euro.


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Datum: 22.08.2017

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