Dynamik am Zinshausmarkt: Nächste Rekorde in Greifweite

Ein ungebrochen dynamisches erstes Halbjahr am heimischen Zinshausmarkt – an das sich eine starke Herbstrallye anschließen dürfte: Die Branchenmakler von Hudej haben das Grundbuch analysiert und die jüngsten Zahlen sowie laufende Trends gestern vor Journalisten präsentiert. Hausintern rechnet der auf Zinshäuser spezialisierte Dienstleister mit einer Verdopplung seiner Marktanteile – auf satte 15 %.

Für die ersten sechs Monate meldet Geschäftsführer Gerhard Hudej ein zweistelliges Plus beim Transaktionsvolumen (11,65 %) auf satte 901 Millionen Euro – Share-Deals nicht mit eingerechnet. Bundesweit haben damit 382 Liegenschaften (plus 12, 3 %), darunter auch Neubauten, den Besitzer gewechselt.

Als wichtigste Käufergruppen sind der Analyse zufolge vor allem gewerbliche Player mit 222 Objekten in Erscheinung getreten: gefolgt von privaten – in Summe 124 Häuser – und institutionellen Investoren mit 19 Ankäufen sowie Stiftungen mit 17 Deals. Beim Verkaufsranking steht der private Sektor mit 196 Liegenschaftsveräußerungen an der Spitze. 141 Objekte wurden zwischen Jänner und Juni von Firmen verkauft.

Fokus auf Wiener Außenbezirke

Hauptmarkt ist und bleibt Wien, wo die Hudej Zinshausmakler 208 Transaktionen zählten; mit einem Volumen von gut 654 Millionen Euro. Bis Jahresende sollen hier rund 1,3 Milliarden bewegt werden. Die Nachfrage nach innerstädtischen Liegenschaften reißt nicht ab – das Angebot schon: Darum würden immer mehr potenzielle Käufer auch Objekte außerhalb des Gürtels ins Visier nehmen, so Hudej. Vor allem im 16. und 15. Bezirk sei das Geschäft bisher gut gelaufen. Die höchsten Transaktionsvolumina seien aber weiterhin in den Citylagen zu erwarten.

fotodienst.at/Sarah-Maria Kölbl © fotodienst.at/Sarah-Maria Kölbl

Den rot-weiß-roten Zinshausmarkt in Blick: Roman Streicher (Hudej Zinshausmakler, Geschäftsführer Steiermark, links im Bild), Gerhard Hudej (GF, in der Bildmitte) und Andreas Gressenbauer (Geschäftsführer Salzburg) über die aktuellen Entwicklungen auf dem Zinshausmarkt.

Entwicklung in Salzburg und Graz

Auch in die Bundesländer ist Bewegung hineingekommen – und dort vor allem in die Landeshauptstädte. Salzburg, das neben Wien die meisten internationalen Investoren lockt, präsentiert sich laut Hudej Salzburg-Geschäftsführer Andreas Gressenbauer als kleiner aber feiner Markt, der sich insbesondere auf die Innenstadt der Salzachmetropole konzentriere. In Summe konnte im gesamten Bundeland bei insgesamt nur 14 Deals ein Volumen von 90 Millionen Euro erzielt werden. Ein Blick in die Steiermark, wo bei Transkationen bis dato rund 30 Millionen Euro geflossen sind, zeigt sich ein ähnliches Bild. Graz beherrscht die Marktbewegungen, wie Roman Streicher, Steiermark-Geschäftsführer von Hudej Zinshausmakler, zusammenfasst. Dort würden vor allem die westlichen Stadtbezirke dank Renditen von bis zu 4,5 % stärker in den Fokus rücken. Auch Oberösterreich performt, wo 25,4 Millionen Euro bei 35 Transaktionen bewegt worden sind.

Neue Hudej-Dependance in Linz

Ins Oberösterreichgeschäft wird Hudej Zinshausmakler künftig direkt einsteigen. Gerhard Hudej eröffnet in Linz in Bälde die vierte Dependance. Ein Grund: „Die Investoren gehen aus Wien hinaus, wir gehen mit.“ Aus Wien, Salzburg und Graz heraus hat Hudej Zinshausmakler bis dato Transaktionen im Wert von rund 200 Millionen Euro aktiv begleitet. Bis Jahresende will man die 300er-Marke knacken und sich damit bei einem geschätzten Marktvolumen von rund zwei Milliarden Euro einen Marktanteil von 15 Prozent auf dem Zinshausmarkt sichern.


AutorIn:

Datum: 14.10.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Durchschnittlich 204.000 Euro kostete ein Einfamilienhaus in Österreich im 1. Halbjahr 2016, so das Maklernetzwerk Re/Max. Das Bundesland Niederösterreich ist Spitzenreiter bei der Anzahl der Verkäufe und beim Verkaufs-Volumen.

Im Versuch, die konjunkturellen Folgen des Brexit-Votums abzufedern, bereitet die britische Regierung ein Maßnahmenpaket zur Förderung der Wohnimmobilienwirtschaft vor.

Gehört Carbonbeton und Lichtbeton die Zukunft? Beide sind leichter und damit transportfähiger, des weiteren sollen sie energieeffizienter sein als klassischer Beton. Lichtbeton ist zudem auch hübsch anzusehen.

Im ersten Halbjahr 2016 gab es in Österreich rund 60.000 Immobilien-Verbücherungen – ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015. Die stärksten Zuwächse gab es im Burgenland, in Vorarlberg und Tirol – Oberösterreich ist Schlusslicht, so das Maklernetzwerk Re/Max.