Alles über den 20. ATGA Facility Kongress

Der 20. ATGA Facility Kongress fand auf Schloss Laxenburg statt. Die Vorträge standen heuer im Fokus der Themen Nachhaltigkeit und Optimierung. Zur ArchitektIn des Jahres 2012 wurden die querkraft architekten gekürt.

Zum 20. Mal fand heuer der ATGA Facility Kongress statt. Auf Schloss Laxenburg trafen sich FM-Interessierte aus ganz Österreich. "Der FM Kongress ist ein wichtiges Get together der FM Branche. Es ist für mich am schönsten, wenn die Leute miteinander reden und sich neue Kontakte daraus ergeben", sagte ATGA Geschäftsführer Markus Aschauer. Zur ArchitektIn des Jahres 2012 wurden die querkraft architekten gekürt: "Wir sehen uns als prototypische Vertreter einer neuen Generation nutzerorientierter Architektenteams mit hohem Anspruch an baukulturellen Kriterien."

Nachhaltigkeit und Optimierung

Die Vorträge standen heuer im Fokus der Themen Nachhaltigkeit und Optimierung. Einer der seit Jahren an der Optimierung des Systems Büro arbeitet ist der deutsche Arbeitswissenschaftler Dieter Lorenz von der technischen Hochschule Mittelhessen. In seinem Vortrag "Wertschöpfung schlägt Fläche" erläuterte er die strategischen Erfolgsfaktoren von optimierten Arbeitsplätzen. Lorenz, der sich seinen eigenen Arbeitsplatz an der Uni mit einem anderen Professor und einem Assistenten teilt, hält nichts von Großraumbüros, die er im übrigen Open Space nennt: "Maximal acht Personen, die Fläche darf aber nicht vollgestopft sein". Großraumbüros führen zu Leistungsminderung, die Generation Y der bis 28-Jährigen verlangt außerdem nach neuen Anforderungen: Neben Bezahlung und Sozialleistung sind auch Work-Life-Balance, Weiterbildungsmöglichkeiten, Gleichberechtigung, Atmosphäre, Selbstverwirklichung und Eigenverantwortung wichtig. Die Generation Y legt viel Wert auf einen eigenen festen Arbeitsplatz in einem kreativen und technologisch fortschrittlichen und umweltbewussten Umfeld und einer Arbeitsumgebung, die stolz macht. Außerdem sollte es im Unternehmen einen guten Mix aus Jung und Alt geben, ist Lorenz überzeugt. Und auch für Unternehmen rechnet sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz: Die volkswirtschaftlichen Kosten von innerer Kündigung belaufen sich auf ca. 123 Milliarden Euro jährlich, sagt Lorenz. Mitarbeiter mit hoher emotionaler Bindung an das Unternehmen haben 41 Prozent weniger Fehltage und eine um 119 Prozent höhere Innovationskraft als solche mit keiner emotionalen Bindung.

Weg zur Energieautarkie

Die zertifizierten Energie Autarkie Coaches Martin Steiner und Michael Wannbacher erläuterten in ihrem Vortrag den Weg zur Energieautarkie für großvolumige Gebäude. Das wichtigste, so Steiner, sich die tägliche, wöchentliche und jährliche Energiekonsumation anzusehen und dann zu überlegen: "Wo könnte ich einsparen und wie kann ich alternative Energieformen einbinden". Wannbacher setzt auf eine Senkung des Primärenergiebedarfs und eine Einbindung der Nutzer. Natürlich müsse man auch die Gesamtlebenskosten des Gebäudes berücksichtigen. Der Teufel steckt aber oftmals im Detail: "Led ist nicht gleich Led, oftmals wird eine falsche Lichtfarbe ausgewählt oder auf einen Billiganbieter gesetzt. Manchmal wandert auch ein Antennenschatten über die Photovoltaikanlage und setzt diese kurzfristig außer Betrieb“, so Wannbacher. Sein Traum: "Wenn ganz Europa Stand-by verbietet, könnte man zwei AKWs einsparen."

"Green" rechnet sich

Rechnet sich "green", fragte sich anschließend eine Expertenrunde. Horst Pichlmüller, Osiris GmbH und IFMA Austria-Präsident, Reinhard Poglitsch, ISS, Franz Novotny, Wien Energie, und Architekt Christian Andreas Maeder, sOM Objektmanagement kamen zu einem gemeinsamen Conclusio: Es rechnet sich aus der Sicht des Marktes, des CFO und aus Sicht der Umwelt.


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Datum: 28.06.2012

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