Burnout: Eine ernstzunehmende Bedrohung im Büroalltag

Die meisten Menschen sind heute nicht mehr in der Lage, den neuen Standards der Belastungsfähigkeit standzuhalten. Burn Out, oft auch umgangssprachlich verwendet, ist heute ein gängiger Begriff, um einen bedenklichen innerseelischen Zustand zu beschreiben.

Burn Out: Eine ernstzunehmende Bedrohung im Büroalltag

Die meisten Menschen sind heute nicht mehr in der Lage, den neuen Standards der Belastungsfähigkeit standzuhalten. "Burn Out", oft auch umgangssprachlich verwendet, ist heute ein gängiger Begriff, um einen bedenklichen innerseelischen Zustand zu beschreiben.

Es gibt eindeutige Hinweise, die ein Burn Out schon im Vorfeld ankündigen. Dazu gehören:

  • Das Gefühl unentbehrlich zu sein,
    mehr arbeiten zu müssen und sich
    ständig aktiveinbringen zu müssen
  • Das Verdrängen von persönlicher
    Kränkung und Enttäuschung sowie
    das Übergehen von Misserfolgen

  • Die Vereinsamung im privaten Umfeld
    durch Hyperaktivität im Arbeitsbereich
    und das Knüpfen von sozialen Kontakten
    ausschließlich im beruflichen Ambiente

An diesem Punkt ist es besonders wichtig, sich selbst gut zu beobachten und für sich zu hinterfragen, ob man sich tatsächlich in einem beginnenden Prozess des Burn Out befinden könnte. Wenn die Anforderungen des täglichen Alltags (im Beruf und privat) immer mehr auslaugen, und man das Gefühl hat, sich in einer ständigen Tretmühle des Leistungsdrucks zu befinden, seine eigenen erbrachten Leistungen nicht mehr abschätzen und wertschätzen kann, den Stresspegel auch in der Freizeit kaum mehr senken kann, dann kann es sein, dass man sich bereits auf dem Weg Richtung Burn Out befindet.

  • Chronische Übermüdung
  • Das Gefühl haben, nichts mehr zu schaffen und überfordert zu sein
  • Abwertung der eigenen Person aber auch von Personen im näheren Umfeld, reicht von Gleichgültigkeit anderen gegenüber bis hin zu starker Aggression
  • Konzentrationsschwächen, erhöhte Vergesslichkeit, Fantasielosigkeit
  • Auftreten von Angstzuständen z.B. das Leben nicht mehr finanzieren zu können, schwer zu erkranken, den Job oder seine Freunde zu verlieren
  • Gefühle der Hilflosigkeit und Nutzlosigkeit
  • Rückzugstendenzen aus dem sozialen Umfeld, Schuldgefühle
  • Protest des eigenen Körpers mit zum Beispiel starken Verspannungen, gehäuft Schmerzen an immer wiederkehrenden Stellen (Rücken, Magen, Kopf), Probleme mit dem Schlafen, sexuelle Lustlosigkeit
KieferPix/shutterstock.com © KieferPix/shutterstock.com

KieferPix/shutterstock.com

Der Ausweg aus der Spirale

Auch wenn es im Zeitalter der Hektik und der vorausgesetzten Multitaskingfähigkeit immer schwieriger wird, sich selbst eine Auszeit zu gönnen, hilft hier nur die Reflektion über sich selbst: Wenn man den Ausgleich in Form eines entspannten Abends im Freundes- oder Familienkreis, oder eines entspannten Bades mit vorangegangenem ausgedehnten Spaziergang am Wochenende oder auch als Relaxen auf dem Sofa bei einem guten Buch kann, nicht selbst regulieren kann - Dinge, die in vorbeugender Hinsicht schon wahre Wunder wirken können - ist es unbedingt ratsam, diese beeinträchtigenden Zustände mit Hilfe von professioneller Unterstützung abzuklären und gegebenenfalls gemeinsam gezielte Maßnahmen und Strategien zu finden, die Zustand des "Ausgebrannt Seins" entgegensteuern.


Autor:

Datum: 10.10.2011

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Gesund Arbeiten

Körperliche und psychische Unausgeglichenheit und Bewegungsarmut auf dem Büroarbeitsplatz verringern auch die Tagesleistung. Worauf bei Stühlen, Tischen und Bildschirmen ganz besonderes Augenmerk gelegt werden soll.

Das Mittagsschläfchen in allen Ehren: Unternehmen, die sich heute trauen, Powernapping zu forcieren, gelten in Österreich als mutig. Aber in Wirklichkeit haben sie mit dieser Strategie die Nase vorn.

Unter Mobbing (engl. „to mob“: angreifen, attackieren) versteht man einen schleichenden Prozess am Arbeitsplatz, der mit einem Konflikt beginnt und schließlich ausartet bzw. sich verselbständigt. Jeder kann im Laufe seines Arbeitslebens davon betroffen werden.