Green Building: Skyline Tower in München

Der Skyline Tower in München ist noch vor seiner Fertigstellung mit dem Vorzertifikat zum Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen in Gold ausgezeichnet worden. Der Tower erfüllt die höchsten Ansprüche an Energieeffizienz.

Der Skyline Tower in München ist noch vor seiner Fertigstellung mit dem Vorzertifikat zum Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen in Gold ausgezeichnet worden. Der Tower erfüllt die höchsten Ansprüche an Energieeffizienz und drei Monate nach der Fertigstellung soll dem Skyline Tower das endgültige Zertifikat verliehen werden. Die Fertigstellung ist für 2010 geplant.

Das 23-geschoßige Gebäude mit 44.000 Quadratmeter Geschoßfläche wird von der Bayerischen Bau und Immobilien Gruppe gebaut. Die Fassade ist mit einer Dreifachverglasung versehen und sie entspricht den Anforderungen eines Niedrigenergiegebäudes. Der Energieverbrauch soll gegenüber herkömmlichen Gebäuden um 50 Prozent niedriger sein, so soll der Skyline Tower für das Heizen ausschließlich 52 KWh pro Quadratmeter verbrauchen, das ist selbst gegenüber einem Niedrigenergiegebäude um 26 Prozent weniger Verbrauch. Die Wärmeversorgung wird durch Geothermie und Fernwärme erfolgen, die Klimatisierung ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Der Tower wird mit einem Energie-Management-System für den optimierten Energieverbrauch versehen.

Energieeffizienz ist nicht der einzige Aspekt des Gütesiegels

Das Gütesiegel erfasst aber nicht nur die Energieeffizienz, sondern sämtliche Aspekte des nachhaltigen Bauens wie ökologische, ökonomische und soziokulturelle Faktoren. Der ökologische Faktor berücksichtigt die Wirkung auf die lokale und globale Umwelt, die Inanspruchnahme von Ressourcen sowie das Abfallaufkommen. Der ökonomische Faktor misst die Lebenszykluskosten und die Wertentwicklung des Objekts und die soziokulturelle Komponente berücksichtig die Gesundheit, Behaglichkeit und Zufriedenheit der Nutzer sowie die funktionale und gestalterische Qualität des Gebäudes. Weiters wird die technische Qualität, die Standort- und die Prozessqualität des Gebäudes bewertet.

Den finanziellen Mehraufwand um die Voraussetzungen des Gütesiegels in Gold zu entsprechen, sieht Klaus Kirchberger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Bau und Immobilien Gruppe als eine Investition in die Zukunft: „Die Nachhaltigkeit von Immobilien wird zunehmend darüber entscheiden, ob sich Objekte langfristig vermarkten lassen. Zukünftig werden Wettbewerb und schärfere gesetzliche Vorgaben zwangsläufig dazu führen, dass Energieeffizienz zu einem festen Bestandteil eines jeden Gebäudekonzepts werden wird. Aus diesem Grund müssen Projektentwickler bereits jetzt vorausschauend planen und mehr als lediglich den Mindeststandard an energieeffiziente Gebäude erfüllen. Diese Überlegungen setzen wir beim Bau des Skyline Towers konsequent um.“


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Datum: 25.01.2009

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