Hiromichi Konno - Neuer Stern am Designer Himmel

Lernen Sie den jungen Designer und sein Meisterwerk - den Fritz Hansen-Stuhl RIN - kennen. Konno vereint japanische und skandinavische Designtraditionen mit dem Ziel, Möble zu entwerfen, die Bedürfnisse moderner Unternehmen zu erfüllen.

Wenn der junge Designer Hiromichi Konno in seinem Londoner Büro sitzt, kann er bereits auf eine weite Reise zurückblicken: Seit seiner Kindheit und Jugend in Japan ist er von Handwerk und Design fasziniert, schon als Kleinkind bewundert er die Papierfalt-Künste seiner Großmutter in Fukushima. Sein beruflichesSchlüsselerlebnis hat er 1996ausgerechnet in Dänemark:

In einer Kopenhagener Bank erfasst er die Schönheit klassischen Designs wie die Tische und Stühle von Poul Kjaerholm. Konno entschließt sich zu einem Studium in Skandinavien, und wird prompt vom Institut für Design der Universität im schwedischen Umea aufgenommen. Dort, nahe am Polarkreis, verinnerlicht er schnell die skandinavischen Designtraditionen und findet seinen eigenen Designstil. Er beginnt, stilvolle Designobjekte zu entwickeln, die zwar energiegeladen und beinahe aufreizend wirken, aber dennoch einen eindeutigen Bezug zu dänischen und schwedischen Möbelklassikern aufweisen.

Fritz Hansen © Fritz Hansen

Japanische und dänische Designtraditionen im Einklang

Hiromichi Konno hat sich 2002 selbstständig gemacht, und arbeitet für Unternehmen und Hersteller in aller Welt - in Skandinavien ist er aber besonders gefragt. Für Georg Jensen hat er einen Visitenkartenhalter und die Blumenvase Sakura entworfen, sein aufsehenerregendstes Projekt gestaltet er aber für den Designmöbel-Hersteller Fritz Hansen.

RIN: Elegant und mutig

In langjähriger Planungsarbeit entwirft Konno den Stuhl RIN. Das Sitzmöbelist ein Vorschlag, wie das Arbeitsleben künftig eingerichtet werden soll. Auf den ersten Blick ist der Stuhl elegant, bei näherem Hinsehen fallen jedoch das innovative Design und die raffinierten Details ins Auge. Und auch wenn er dem herkömmlichen Stuhldesign eine neue Richtung weist, lädt er dazu ein, stundenlang in ihm zu sitzen.

"Ich möche gern, dass mein Stuhl eine anspruchsvolle, schlichte Schönheit ausstrahlt, doch ich glaube, dass jeder der in ihm sitzt, ganz unterschiedliche Erfahrungen machen wird, denn ein Stuhl ist nicht nur eine Form." meint Konno.

Möbeldesign das Gefühle weckt

"Das wichtigst Element im Möbeldesign ist die Fähigkeit, Kommunikation und Gefühle bei den Menschen zu erzeugen. Es gibt einen Unterschied dazwischen, einen Stuhl anzusehen und in ihm zu sitzen. Mit diesem Stuhl möchte ich Emotionen wecken, an die man sich erinnert," so Konno.

RIN soll die Bedürfnisse moderner Unternehmenerfüllen: Da Arbeit und Privatleben, persönliche wie berufliche Beziehungen und Netzwerke immer ineinander fließen, sind Möbel gefragt, in deren Design das Formelle und das Informelle miteinander verschmelzen.

Fritz Hansen © Fritz Hansen

Der Fritz Hansen-Stuhl RIM


Autor:

Datum: 09.02.2010

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