Dämmung von Industrieanlagen: Großes Potential

Europäische Industrieanlagen sind schlecht gedämmt. Investitionen von insgesamt rund 900 Millionen Euro sind notwendig. Betroffen sind alle Regionen, Industriesektoren und Anlagentypen.

Die Industrieanlagen der Europäischen Union sind schlecht gedämmt. In der Vergangenheit, als Energie günstig und Emissionsrechte noch gratis waren, spielte das keine große Rolle. Heute wird durch die steigenden Energiepreise der Unterschied zwischen aktuellen Dämmstandards und wirtschaftlich sinnvollen Lösungen immer größer. Zusätzliche Kosten für CO2-Emissionsrechte vergrößern das wirtschaftlich realisierbare Einsparpotential zusätzlich.

Eine Studie der European Industrial Insulation Foundation (EiiF) und des Energieberatungsunternehmens Ecofys beziffert die europaweiten Investitionen mit rund 900 Millionen Euro. Das Dämmen von ungedämmten Flächen und die Reparatur defekterDämmungen in Industrieanlagen würden jährlich rund 460 Petajoule Energie und 37 Megatonnen CO2 einsparen. Der Brennstoffverbrauch und Emissionsausstoß der Industrie würde dadurch um mehr als vier Prozent reduziert. In Kohlekraftwerken könnten wirtschaftliche Dämmungen jährlich zusätzlich 140 Petajoule Energie und zwölf Megatonnen CO2 einsparen. Bei gleichbleibenden Energiepreisen würde die Industrie dadurch jedes Jahr rund 3,5 Milliarden Euro sparen.

Die Investitionen in technische Dämmungen amortisieren sich in den meisten Fällen schon nach weniger als einem Jahr. Potentiale bestehen in allen Regionen, Industriesektoren, Anlagentypen und Prozesstemperaturbereichen.


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Datum: 21.06.2012

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