Sonnenschutz: Wohlfühlfaktor im Büro

Gerade im Büro- und Arbeitsalltag ist Sonnenschutz ein wichtiger Faktor für die Konzentration und Gesundheit der Mitarbeiter. Aber auch Energie kann dank moderner Automatisierungstechnik gespart werden.

Gerade im Büro- und Arbeitsalltag ist ein angenehmes wichtig für die Konzentration und Gesundheit der Mitarbeiter. Überhitzte Räume zum Beispiel werden ebenso negativ wahrgenommen und stören die Produktivität wie Sonnenstrahlen, die unsere Augen blenden. Zeitgemäße Büroausstattung beginnt deshalb nicht zuletzt beim Sonnenschutz.

Kühle Köpfe dank Automatisierung

Moderner fängt die Sonnenstrahlung bereits an der Fassade ab, wodurch die Hitze erst gar nicht ins Gebäude eindringt und die Mitarbeiter kühlen Kopf bewahren können. Selbst dann, wenn ein Büro gerade nicht besetzt ist, kann eine automatische Steuerung bei einem gewissen, vorprogrammierten Sonnenstand die Screens herunterfahren und so je nach Sonnenstand und Sonnenintensität vor Überhitzung schützen. Ein Frostwächter sowie ein Regen- und Windsensor sorgen zudem für einen reibungslosen Betrieb. Und natürlich kann jeder Sonnenschutz ganz nach Belieben des Nutzers auch individuell gesteuert werden.

Klimawandel und Energieeffizienz

Beschattung ist aber auch eine Frage von Energieeffizienz: Denn Klimaexperten gehen davon aus, dass in Österreich ohne Gegenmaßnahmen ein weiterer Temperaturanstieg von 3,5 °C bis zum Ende des 21. Jahrhunderts folgt. Kalte Nächte werden seltener und heiße Tage häufiger. So kommt es laut Experten auch zu immer mehr Hitzewellen. Damit zusammenhängend ist in Zukunft also mit höherem Energiebedarf für Raumkühlung zu rechnen, zugleich aber mit sinkendem Heizenergiebedarf. Daher rät Johann Gerstmann, Sprecher des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik: "Wer klimagerecht planen und bauen möchte, muss ausreichend Beschattung genauso in seine Überlegungen miteinbeziehen wie gute Wärmedämmung."

Altbestand aufrüsten

Eine Herausforderung kann die Installation allerdings im Altbestand darstellen, wie das Beispiel ORF Burgenland zeigt. So sollte der Sonnenschutz in das bestehende Haustechniksystem des Landesstudios integriert werden. Vor allem die Verkabelung des neuen Systems zeigte sich dabei kompliziert, konnte jedoch gelöst werden. „Bei einer Verkabelung strukturiert nach Stockwerken, können die Sonnenschutzscreens lediglich geschoßorientiert, jedoch nicht nach gewünschten Sonnenzonen, sprich Himmelsrichtungen, gesteuert werden“, erklärt Arno Helmut Jannach, Geschäftsführer des Montageunternehmens Jannach & Picker. Um den Sonnenschutz mit den bestehenden Komponenten aus Motor Controller und Building Controller sinnvoll zu automatisieren, hätte man die Verkabelung zu den einzelnen Fenstereinheiten neu verlegen müssen. Der Aufwand für die Neuverkabelung hätte nicht nur mit einem zeitlichen Aufwand von rund eineinhalb Wochen, sondern auch mit erheblichen Kosten zu Buche geschlagen.

Somfy © Somfy

Nicht immer ganz einfach, aber meistens notwendig: Die Nachrüstung von Altbestand, wie etwa dem ORF-Landesstudio in Burgenland.

Wohlbefinden spürbar gesteigert

Die Lösung des Problems brachte schließlich eine Produktneuheit, der Touch Building Controller (TouchBuco) aus dem Hause Somfy. „Über die neue Steuerung kann man auch mit der bestehenden Verkabelung nicht nur geschoßweise, sondern wie ursprünglich gewünscht und geplant die Sonnenschutzscreens nach Himmelsrichtungen hinauf- oder hinunterfahren“, fasst Jannach die wesentlichen Vorteile zusammen. Im ORF-Landesstudio in Eisenstadt wurden insgesamt 22 Motor Controller installiert, jeder Sonnenschutzscreen verschattet jeweils zwei Fenster, und entsprechend dem Fensterrhythmus der Fassade wurden in weiten Bereichen des Gebäudekomplexes jeweils zwei Screens zu einer Antriebseinheit zusammengefasst. Haustechniker Christoph Csiza: „Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten mit der stockwerksweisen Verdrahtung funktioniert das System jetzt fehlerfrei. Und tatsächlich ist seit der Installation des Sonnenschutzes eine Steigerung des Wohlbefindens bei den Gebäudenutzern spürbar."


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Datum: 09.12.2014

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