ACR feiert 60. Geburtstag

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung zum Geburtstagsfest der Austrian Cooperative Research (ACR). Das Netzwerk unterstützt vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei Forschung und Entwicklung.

Rund 250 Gäste aus Forschung und Wirtschaft folgten der Einladung zum Geburtstagsfest der Austrian Cooperative Research (ACR). Im Rahmen der ACR Enquete gratulierten unter anderen Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Reinhold Mitterlehner sowie der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch zum 60. Jubiläum des Forschungsnetzwerks.

Grundlagen- und angewandte Forschung

Mitterlehner: "Die ACR ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen Grundlagenforschung ebenso wie angewandte Forschung. Dafür danke ich der Organisation." Georg Kapsch betonte, wie wichtig ein hoher Innovationsgrad für die Stabilität von Unternehmen auch in Krisenzeiten sei: "Unternehmen, die forschungsaktiv sind, sind krisensicher und schaffen Arbeitsplätze."

Schwerpunkt KMU

Die ACR wurde vor 60 Jahren als Dachverband für wirtschaftsnahe Forschungsinstitute gegründet. Schon damals ging es um angewandte Forschung und Entwicklung für die österreichischen Unternehmen mit Schwerpunkt kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Heute setzen die 19 ACR Mitglieder mit ihren 650 Beschäftigten rund 500 Projekte pro Jahr um. Der Gesamtumsatz 2013 lag bei 56,2 Mio. Euro. Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria - die Gründungsmitglied der ACR ist - und Aufsichtsrat der Austrian Cooperative Research: "Vor allem KMU stehen oft vor dem Problem, nicht über genug Manpower und/oder finanzielle Mittel für eine eigene Forschungsabteilung zu Verfügen. Hier bildet die ACR das optimale Bindeglied zwischen Forschung und Unternehmen."

ACR Kooperationspreis

Dass die Forschungsergebnisse erfolgreich in der Praxis umgesetzt werden, beweisen etwa die Projekte, die im Rahmen der Enquete mit dem ACR Kooperationspreis ausgezeichnet wurden. Zum neunten Mal vergaben ACR und Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft diese Auszeichnung für Innovationen, die ein ACR-Forschungsinstitut für ein österreichisches KMU realisiert hat.

Die Gewinner:

Die Vorarlberger Antriebstechnikfirma ZIMM verkauft Spindelhubgetriebe in die ganze Welt. Mit dem Forschungsinstitut V-Research optimierte ZIMM deren neuralgischen Punkt, nämlich die Schneckenräder: Das Ergebnis ist eine Lösung, bei der Material und Herstellung kostengünstiger sind – bei gleichzeitig höherer Lebensdauer und Traglast.

Die steirische Baufirma Junger und die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie mit Forschungstochter Smart Minerals entwickelten ein neues Verfahren für die Instandsetzung von Beton, bei dem das Verbundverhalten zwischen Alt- und Neubeton entscheidend verbessert wird.

Die Salzburger Firma AWF arbeitet mit dem Linzer Forschungsinstitut IBS (Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung) an der Weiterentwicklung der Pellets-Technologie. In einem aktuellen Projekt wurde zur Brandabschottung zwischen Pelletlagerraum und Heizraum ein vormontiertes und geprüftes Brandschutzpaket entwickelt. Damit ist eine effiziente und sichere Brandabschottung gewährleistet, und es sinken die Montagezeiten und -kosten.

ACR/APA-Fotoservice/Preiss © ACR/APA-Fotoservice/Preiss

Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Reinhold Mitterlehner gratulierte zum Jubiläum.

ACR/APA-Fotoservice/Preiss © ACR/APA-Fotoservice/Preiss

Rund 250 Gäste aus Forschung und Wirtschaft folgten der Einladung zur ACR Enquete.


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Datum: 20.10.2014

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