NÖ-Baugewerbetag - Überregulierungen eindämmen

Kostenbewusstes Bauen war das Thema der Expertenrunde beim alljährlichen Branchentreff: Wohnbau-Experte Wolfgang Amann sichtet niedrigere Baukosten durch niedrigere Standards. NÖ-Innungsvertreter unterstützen diese Meinung.

Die niederösterreichische Bauwirtschaft hat im Rahmen des kürzlichen NÖ-Baugewerbetages ein aktuelles Thema aufgegriffen, nämlich „Kostenbewusstes Bauen und leistbarer Wohnraum“.

Baukosten senken mit niedrigere Standards?

Den einleitenden Fachvortrag hielt Wolfgang Amann vom Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen IIBW. Die Frage im Mittelpunkt: Ist es für die Bauwirtschaft unter den momentanen Rahmenbedingungen möglich, die Baukosten zu senken? Der Experte bejahte die Frage grundsätzlich, jedoch unter der Einschränkung, dass die überhöhten Standards zur Diskussion gestellt werden müssen. So wäre beispielsweise zu hinterfragen, ob die derzeit geforderte technische Gebäudeausstattung sowie eine 100-prozentigen Barrierefreiheit im geförderten Wohnbau erforderlich ist.

Deregulierung Gebot der Stunde

Diese Meinung vertritt auch Landtagsabgeordnete und Landesinnungsmeisterin der Bauhilfsgewerbe Michaela Hinterholzer: "Unsere klein- und mittelständischen Betriebe sind nicht mehr in der Lage, die unüberschaubare Bürde an Regelungen und Normen zu bewältigen. Diese Überregulierungen führen zwangsläufig zu höheren Baukosten und sind wahre Kostentreiber.“ Und Bau-Landesinnungsmeister Robert Jägersberger:„Für unsere Mitglieder ist unter Einhaltung aller gesetzlichen Auflagen und Vorschriften eine Reduktion der Baukosten nicht möglich. Die verschiedenen Institutionen, die für unsere überbordende Regelungsflut verantwortlich sind, sind endlich gemeinsam mit der Politik in die Schranken zu weisen. Eine Deregulierung ist das Gebot der Stunde.“


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Datum: 14.11.2013

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