Wienerberger-Chef: "Wir müssen bauen!"

Im Rahmen der Wienerberger Baufachtagung diskutierte eine Expertenrunde zu den Themen leistbares Wohnen, ressourcenschonendes Bauen, sowie die Bedeutung des Baustoffs Ziegel im urbanen Bauen der Zukunft.

Eine Expertenrunde diskutierte im Zuge des Wienerberger Baufachtages über die Perspektiven des Baustoffes Ziegel im urbanen Bauen der Zukunft. Dabei waren nicht nur Klimawandel und Ressourcenschonung zentrale Themen, sondern auch leistbares Wohnen.


Wohnbauförderung soll Bautätigkeiten forcieren

Wienerberger AG Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch richtete klare Forderungen an die neue Bundesregierung: "Österreich ist ein Zuzugsland geworden. Deshalb müssen wir bauen! Eine Entrümpelung der neun verschiedenen Bauordnungen wird zusätzliche Ressourcen freilegen." Außerdem sei die Wiedereinführung der zweckgebundenen Wohnbauförderung Voraussetzung für die Forcierung reger Bautätigkeiten.


Förderrichtlinien überdenken

Wolfgang Liebl, Vorstand der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Amstetten, plädierte für ein Überdenken der Förderrichtlinien im sozialen Wohnbau. „Passivhaus-Standard zu fördern, ist kostspielig. Zusätzlich haben sich die in dieses Modell gesetzten Erwartungen im Wohnbau nicht erfüllt. Der tatsächliche Energieverbrauch ist deutlich höher, als der geplante.“


Baustoff Ziegel schont Ressourcen

Während Umweltmediziner Hans-Peter Hutter bestätigte, dass ressourcenschonendes Wohnen vor allem von den Bewohnern der Gebäude abhängt, betonte Scheuch die positiven Eigenschaften des Baustoffs Ziegel für Umwelt und Mensch: "Der Baustoff Ziegel hat – bei aller Innovation – seine den Menschen gut vertrauten Eigenschaften behalten, ist voll recyclingfähig und hat noch immer einen Lebenszyklus von 100 Jahren. So gehen wir mit Ressourcen verantwortungsvoll um.“


Autor:

Datum: 21.10.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Veranstaltungen

Unter den Motto „Living“ wird am 24. Oktober im Architekturzentrum Wien zu den mittlerweile zwölften Jung-Architekturgesprächen geladen. Am Podium als Meinungsmacher mit dabei: Die Architekten Johannes Pilz und Werner Sobek.

Wienerberger und Tondach luden Bürgermeister der Bezirke Leibnitz und Deutschlandsberg zum Gedanken- und Informationsaustausch. Am Tondach-Sitz in Gleinstätten wurde über Fragen der örtlichen Raumplanung und der Attraktivierung lokaler Ortszentren diskutiert. Lanzen wurden für die regional verortete Bauwirtschaft und das Dorf- und Stadtbild gebrochen. Tenor der Runde: eine Rückbesinnen auf das landestypische Steildach sei wünschenswert.

Vom 22. bis 24. November mutiert Kitzbühel zum Nabel der internationalen Immobilienwirtschaft. Rund 200 Branchenvertreter werden beim Diskussionsforum der re.comm zum Meinungsaustausch erwartet. Neben den Entscheidern kommt heuer auch der Immo-Nachwuchs zum Zug. Erstmalig können ausgewählte Studenten und Studentinnen über das „re.comm High Potential Programm“ Profiluft schnuppern. Die Bewerbungsfrist läuft.

Das Salzkammergut ruft. Die „Holz-Haus-Tage“ der Holzforschung Austria finden im kommenden Herbst am 5. und 6. Oktober in Bad Ischl statt.

Fragen stellen, Antworten suchen: Den Mikro- und Makrokosmos Stadt in all seinen Facetten durchleuchten will die Kammer der ZiviltechnikerInnen mit ihrem neuen Veranstaltungsformat. Die nächsten Termine stehen bereits fest.

Wie im letzten Jahr hat auch heuer der Verband der Baustoffträger (VBÖ) die Besten des Faches gesucht – und gefunden. In der Kategorie Putze und Bindemittel holte wie auch schon 2016 Baumit den Spitzenplatz.

Nächstes Jahr ist Wien Austragungsort des weltgrößten Events zum Thema „Nachhaltigkeit und Stadt“: Zur Urban Future Global Conference (UFGC) vom 28. Februar bis 2. März 2018 werden rund 3.000 Teilnehmer aus 50 Ländern und 400 Städten in der Messe Wien erwartet. Darunter viele, die den Wandel urbaner Räume ganz gezielt vorantreiben und erste Erfolge, etwa beim Emissionsschutz, feiern.

Stadt ist Vielfalt – vor allem in struktureller Hinsicht. Was es für eine gut durchmischte Stadt braucht, wie die Raumplanung in die Quartiersentwicklung eingreifen kann und soll wurde im Rahmen der Dialogreihe der Blauen Lagune andiskutiert. Fazit der Experten: Büro, Gewerbe, Infrastruktur und Wohnen – es kommt auf die richtige Mischung an. Zankapfel in urbanen Fragen bleibt die City-Logistik.