Wie man zur Marke wird

Makler sind austauschbar, eine starke Marke kann man aber werden, so eine Studie der Europäischen Gesellschaft für Immobilienmarken-Beobachtung, die auch die Sieger des Immobilienmarken Award Austria 2012 kürte.

Wie werden Anbieter in der Immobilienbranche ausgewählt, wie baut man eine starke Marke auf, welche Rolle spielt die Marke bei der Auftragsvergabe? "Die Preisträger des Immobilienmarkenaward Austria 2012 zeichnen sich alle durch eine hohe Bekanntheit aus", sagt Katija-Katarina Kos, CEO der Europäischen Gesellschaft für Immobilienmarkenbeobachtung (EUGIMB), die eine Studie zum Thema herausbrachte. Die Gesellschaft registriert eine generelle Steigerung der Markenbekanntheit um über vier Prozent. Auch die Markenloyalität ist gestiegen. "Absolut sind mehr Marken am Markt aktiv und der Kampf um die Aufmerksamkeit wird härter. Das bedeutet aber auch, dass gut gepflegte Marken kapitalisiert werden können um zum Beispiel die Vertriebskosten zu minimieren oder die Gewinnmarge maximieren zu können", so Kos.

Tipps für markengerechte Kommunikation

Für die markengerechte Kommunikation gibt Kos folgende Tipps: "Dachmarkenstrategien führen in vielen Fällen zur Profilverwässerung, da ist es besser, das Profil einzelner starker Marken zu schärfen." Der Frage, ob Social Media zur Kommunikation genutzt werden soll, steht Kos skeptisch gegenüber: "Wir haben gesehen, dass Social Media oftmals nur als weiterer Werbekanal gesehen wird und nicht als strategisch essentielles Instrument. Twitter, Xing, LinkedIn und mobile Apps haben im B2B-Bereich das größte Potenzial. Am Wichtigsten ist jedoch der Grundsatz: Content is King."

Wer bekommt den Auftrag?

Wie werden Anbieter in der Immobilienbranche ausgewählt? Laut Studie sind die Auftraggeber dabei sehr wählerisch und gehen komplex vor. Neben der Bekanntheit sind zwei Kriterien entscheidend. Kos: "Unsere Analyse ergibt, dass Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit die zentralen Werttreiber bzw. Entscheidungskriterien bei der Auswahl eines Anbieters im Immobilienbereich sind."

Austauschbare Makler

Unter allen in der Branche aktiven Unternehmen, haben die Makler die größte Bekanntheit. Allerdings werden sie von den Befragten der Studie – etwa 5.000 Immobilienprofessionals - als ziemlich austauschbar wahrgenommen.

EUGIMB © EUGIMB

Sieger des Immobilienmarkenaward Austria 2012.

Top 3 Ranking

312 Marken wurden im Rahmen der Studie bewertet. Alle Marken, die bei der Markenbekanntheit Werte über 75 Prozent hatten, wurden anschließend in Bezug auf Ihre Qualität, Identität und Positionierung bewertet. Darunter fallen Kriterien wie Preis/ Leistung, Service, Flexibilität, Uniqueness, Innovation sowie Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit.

Die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster ist die stärkste Gemeinschaftsmarke der Immobilienwirtschaft. Mit ihr werden dauerhafte Qualität, starke Produktinnovationen sowie eine ausgesprochen hohe Kundenzufriedenheit assoziiert.

Im folgenden das Top 3 Ranking:

Architekten:

  •  ATP Architekten und Ingenieure
  • Coop Himmelb(l)au
  • BEHF Ebner Hasenauer Ferenczy ZT

Asset-/ Property Management:

  • EHL Asset Management
  • Bundesimmobilien Gesellschaft (BIG)
  • IMV Immobilien Management & Verwaltung

Banken:

  • Immorent
  • Raiffeisen Bank Austria
  • Unicredit Bank Austria

Facility Management

  • HSG Zander
  • Cofely
  • First Facility

Fonds / Investoren

  • CA Immo
  • S Immo AG
  • BA Real Invest

Immobilienberater

  • TPA Horwath
  • PricewaterhouseCoopers
  • Ernst & Young

Immobilienmakler

  • EHL Immobilien
  • CBRE
  • Otto Immobilien

Projektentwickler/ Bauträger

  • Strauss & Parnter Development
  • S + B Gruppe
  • ÖBB Immobilienmanagement

Wirtschaftsregionen

  • ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur
  • Wirtschaftsagentur Wien
  • SFG Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Wirtschaftsstandorte

  • Vienna DC
  • Euro Plaza
  • Viertel Zwei


Autor:

Datum: 03.07.2012

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