VÖB braucht Stabilität

Ohne die Investitionen im privaten Hausbaubereich könnte die Österreichische Beton- und Fertigteilbranche den Wegfall öffentlicher Gelder nicht so leicht wegstecken. Der VÖB fordert wirtschaftspolitische Stabilität, blickt aber optimistisch in die Zukunft.

Die Österreichische Beton- und Fertigteilbranche geht zuversichtlich ins 2. Halbjahr, obwohl die Branche unter dem hohen Preisdruck, kurzfristig vergebenen Aufträgen, fehlenden öffentlichen Geldern und hohen Lohnkosten leidet. Der Rückgang öffentlicher Aufträge kann zum Teil durch private Investitionen kompensiert werden und stabile konjunkturelle Bedingungen zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren, so die Ergebnisse einer Umfrage unter den Unternehmen des Verbands Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB).

78 Prozent der befragten Firmen verzeichneten im 1. Halbjahr gestiegene oder stabile Umsätze. Ein Fünftel davon konnte sich sogar über zweistellige Zuwächse freuen. Fast 30 Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen für die 2. Jahreshälfte und 40 Prozent glauben an stabile Umsätze. Ein Drittel der Befragten sieht steigende Umsätze im Wohn- und Bürobau, während etwa zehn Prozent der Befragten mit Verlusten im Gewerbe- und Industriebau sowie im Tief- und Straßenbau rechnen.

Private Aufträge können den Rückgang öffentlicher Gelder zum Teil ausgleichen: Erwartet werden Investitionen im privaten Hausbaubereich wie größere und kleinere Sanierungen, Erweiterungen und Erneuerungen von Häusern, Wohnungen oder Außenanlagen.

Appell an Politik und Wirtschaft

Die anhaltende Bankenkrise wirkt sich unmittelbar auf die Investitionsentscheidungen im Gewerbe und Bürobau aus. "Wirtschaftliche Sicherheit ist für unsere Branche unverzichtbar. Wir sind als Auftragnehmer von Investitionen im Handels- und Produktionsbereich besonders betroffen. Die aktuelle Verunsicherung schadet der gesamten Branche. Rasches Handeln, nicht nur auf europäischer Ebene sondern besonders auch auf nationaler Ebene, ist dringend nötig", so VÖB-Präsident Bernd Wolschner und richtet an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft den dringenden Appell "für größtmögliche Stabilität zu sorgen".


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Datum: 02.08.2012

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