Unsicherheit herrscht derzeit bei Haus- bzw. Wohnungseigentümern, welche an einen Dachausbau in ihrem Altbau denken: Eine neue europaweite Verordnung, der EUROCODE 8, regelt nun einheitlich die Vorgaben für Bauten in Sachen Erdbebensicherheit.
Die ohnedies schon kontinuierlich verschärften Ö-Normen werden dadurch noch etwas strenger, und ein Dachausbau beim Gründerzeithaus zu einem durchaus gewagten Vorhaben.
Strengere Vorschriften
Die Verordnungen für Bauten in Erdbebengebieten die mit Juni 2009 europaweit in Kraft treten, sehen vor, dass Gebäude bei einem schweren Dachausbau (mehr als 720kg an zusätzlichem Gewicht pro Quadratmeter wobei Volumen und Nutzfläche maßgeblich vergrößert werden) praktisch in den Zustand eines Neubaus versetzt werden müssen.
Dies ist theoretisch zwar möglich (wenn auch außerordentlich teuer) in der Praxis aber mehr oder weniger undurchführbar: Das Gebäude muss leer stehen, Holzdecken müssen betoniert werden.