Physiker erklären "aufdringliche" Duschvorhänge mit einem "thermischen Effekt". Durch das heiße Wasser wird die Luft in der Duschkabine erwärmt und feucht. Beides macht die Luft leichter, sie steigt nach oben und entweicht aus der Kabine. Dadurch entsteht ein Unterdruck auf kleinem Raum. Ein dünner Vorhang aus Stoff oder Plastik wird daher von der kühleren Umgebungsluft nach innen gedrückt.
David Schmidt, Dozent an der Universität von Massachusetts, ist dem Phänomen im Jahr 2001 mit einer Computersimulation auf den Grund gegangen: Die Untersuchung zeigt, dass der Unterdruck in der Duschkabine auch durch den Wirbel entsteht, den die Wasserstrahlen erzeugen. Der Luftdruck in diesem Wirbel aus Luft und Feuchtigkeit ist geringer, ähnlich wie bei einem Mini-Tornado. Dadurch wird der Duschvorhang nach innen gezogen.
Gewichte helfen
Was kann man nun gegen einen "anhänglichen" Duschvorhang unternehmen? Da der physikalische Effekt nicht sehr stark ist, wirkt er nur auf leichte Duschvorhänge. Kleine Gewichte am Stoff beschweren den Vorhang ausreichend, damit er sich nicht bewegt. Bei einer Duschwanne aus Metall lässt sich der Vorhang einfach mit Magneten befestigen. Die eleganteste Lösung ist eine feste Duschwand aus Glas oder Kunststoff.