Hauskonfigurator hilft bei der Kosten- und Energieplanung

Verschiedene Bauweisen und das verwendete Material führen zu unterschiedlichen Energiekosten. Damit Bauherren beim Neubau auch die Kosten, die in der Zukunft entstehen, berechnen können, hat Wienerberger nun mit der TU-Wien einen Konfigurator entwickelt.

Jeder Autohersteller bietet es mittlerweile an: Einen Konfigurator, mithilfe dessen sich Modelle bis ins kleinste Detail zusammenstellen, und so die Kosten ermitteln lassen.

Ziegelhersteller Wienerberger hat nun einen ersten Anlauf gestartet, ähnliches auch für Häuser anzubieten. Gemeinsam mit der TU-Wien hat man ein Tool entwickelt, mit dem sich nicht nur die (ungefähren) Baukosten, sondern auch die künftigen Betriebskosten ermitteln lassen.

e4 Energieberater als Planungshilfe

Zunächst kann aus 5 unterschiedlichen Haustypen jener ausgewählt werden, der dem persönliche Traumhaus am nächsten kommt. Dann sind zahlreiche Faktoren wie Lage des Hauses, Baustandard, Art der Hauswand, Heizung, Lüftung und die Verwendung von Sollarkollektoren, etc. auszuwählen über welche dann nicht nur die voraussichtlichen Errichtungskosten, sondern auch die jährlichen Energiekosten berechnet werden.

Der Bauherr sieht so, welche Betriebskosten entstehen, und wie die Gesamtkosten für verschiedene Bauweisen in den nächsten 30 Jahren aussehen. Außerdem wird mit der Ermittlung der CO2 Emissionen auch ein "ökologischer Footprint" ermittelt.

Das Tool soll nach Vorstellung der Entwickler nicht nur eine reine Kosten-Orientierungshilfe für künftige Bauherren sein, sondern auch ein Bewußtsein für die Einsparungsmöglichkeiten durch den Einsatz energieeffizienter Bauweisen oder erneuerbarer Energieträger schaffen. Kritik übt man an an den Vergabemodi für die Wohnbauförderungen: Nicht nur dass diese von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt wird, fließen die Vorteil von Passiv- oder Plusenergiehäusern zu wenig in die Vergabe ein. Dies liegt den Technikern der TU-Wien zufolge auch daran, dass die Kriterien des Energieausweises technisch zu kurz greifen.


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Datum: 09.12.2010

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