Die Folgen der Klimaerwärmung für Österreich

Regionale Projektionen für Österreich zeigen unter Annahme des sogenannten „realistischen" Emissionsszenarios A1B einen Jahrestemperaturanstieg von über 4° C bis 2100. Die Niederschlagsmenge hingegen ändert sich nur leicht bis gar nicht.

Klimaprojektionen auf Basis globaler Klimamodelle liefern gute Ergebnisse über die globale Erwärmung. Für Aussagen zu regionalen Klimaänderungen müssen hingegen Einflüsse wie Gelände, Landnutzung, Wasser-Land-Verteilung oder Schneebedeckung miteinbezogen werden, da diese die regionalen Klimacharakteristika stark beeinflussen. Für Österreich wurden nun erste regionale Klimamodelle im Rahmen von Forschungsprojekten, wie z.B. reclip:more berechnet.

Ein durchschnittlicher Temperaturanstieg von über 4 Grad bis 2100 und eine etwa gleichbleibende (leicht ansteigend im Westen und leicht abnehmend im Osten) Niederschlagsmenge sind Ergebnis dieser Berechnungen.

Art, Ausmaß und räumliche Ausprägung von Klimawandelfolgen hängen stark von der Vulnerabilität, d.h. von der Verletzlichkeit/Verwundbarkeit einer Region, eines Systems oder eines Bereichs (z.B. der Land- oder Forstwirtschaft) gegenüber Klimaänderungen ab. Um Bedarf, Art, Umfang und Dringlichkeit von Anpassungsaktivitäten einschätzen und Maßnahmen planen zu können ist ausreichendes Wissen zur Vulnerabilität notwendig.

Die Vulnerabilität (Verletzlichkeit/Verwundbarkeit) gibt an, inwieweit ein System für nachteilige Auswirkungen der Klimaänderungen (inklusive Klimaschwankungen und -extreme) anfällig ist bzw. nicht fähig ist, diese zu bewältigen (IPCC, 2007). Die Vulnerabilität eines Systems setzt sich gemäß der IPCC-Definition aus folgenden drei Teilen zusammen:
1. Exposition: wieweit ist eine Region den Änderungen von Klimaparametern ausgesetzt?
2. Sensitivität: wie empfindlich ist das betroffene Mesnch-Umwelt-System?
3. Anpassungskapazität: wie fähig ist das betroffene System, sich den Veränderungen anzupassen?

Eine gesamthafte Aussage zur Vulnerabilität eines Bereiches ist aufgrund der unterschiedlichen Exposition und Sensitivität einzelner Teilbereiche und aufgrund der regionalen Unterschiede nicht möglich. Generell haben die Ergebnisse gezeigt, dass es noch beträchtliche Wissensmängel und Forschungsbedarf zur Vulnerabilität gibt.

 

 


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Datum: 28.06.2011

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