Kriegen Sie ein Ofenfeuer hin?

Der Kaminofen im Wohnzimmer oder gar der gekachelte Herd mit Kochfunktion in der Küche – Wärme durch Holz, selbst erzeugt, ist in. Blöd nur, wenn Sie kein Feuer zuammenbekommen. Wir haben die Anleitung.

Damit der Kamin- bzw. Kachelofen zum fixen Wärmespender in Ihrem Heim wird, sollten Sie das Feuermachen beherrschen. Doch keine Angst, einmal korrekt gelernt werden Sie recht schnell eine Routine im Einheizen entwickeln.

 

So wird das was mit dem Feuer

  1. Sind Ofen und Kamin noch kalt oder herrscht atmoshärischer Tiefdruck, so empfiehlt es sich, anfangs etwas Papier zu verbrennen, um so die Kälte aus Ofen und Kamin zu vertreiben.
  2. Zum Anheizen legen Sie zuerst unbeschichtetetes Papier auf den Brennraumboden, darauf dann etwa ein halbes Kilo Weichholzspäne und zwei große Scheite Hartholz.
  3. Ziehen Sie jetzt den Rüttelrostbetätiger ganz heraus und öffnen Sie Primärluftschieber und Sekundärluftschieber.
  4. Zünden Sie dann das Papier an und warten Sie, bis die Späne gut angebrannt sind. Jetzt sollten der Rüttelrostbetätiger und der Primärluftschieber für ein paar Minuten geschlossen werden. Den Sekundärluftschieber können Sie dann in Idealstellung bringen.
  5. Nachdem diese erste Ofenfüllung abgebrannt ist, legen Sie abermals zwei Scheite auf. Öffnen Sie den Rüttelrostbetätiger und den Primärluftschieber abermals und warten Sie, bis das Holz gut angebrannt ist – das sollte im Normalfall nicht länger als zwei Minuten dauern. Der Sekundärluftschieber bleibt wie er ist.
  6. Wenn Sie sich bei jedem Nachheizen gleich vorgehen, wird eine gleichmäßig starke Wärme erzeugt.

Reinigen des Ofens

Kennen Sie den Aschetrick? Zerknüllen Sie ein wenig Zeitungspapier, feuchten es mit Wasser an und nehmen damit ein bisschen Asche – Achtung nur die weiße Asche! - auf. Mit dem Knäuel putzen Sie dann die kalte Glasscheibe. Die groben Verschmutzungen können damit besonders einfach entfernt werden. Hin und wieder können Sie auch mit einem Glasreiniger oder einem speziellen, beim Ofenhändler erhältlichen Reiniger und einem weichen Tuch drübergehen.

Halten Sie sich bei der Reinigung der Ofenoberfläche an die Anweisungen des Herstellers! Mit einem weichen, nicht zu feuchten Tuch und ohne Reinigungsmittel sind Sie aber auf der sicheren Seite. Auch die Konvektionsluftöffnungen sollten Sie regelmäßig aussaugen und so von Staubablagerungen befreien. Gerade zu Beginn der neuen Heizsaison ist diese Übung Pflicht, um eine höhere Heizleistung zu erreichen und unangenehme Gerüche zu vermeiden.

Einmal jährlich sind auch die Rauchrohre dran. Nehmen Sie die Rohre ab und befreien Sie sie durch bürsten oder saugen von den Ruß- und Staubablagerungen. Zu einer ordentlichen Wartung des Ofens gehört auch die Kontrolle der Dichtungen an der Feuerraumtüre bzw. der Aschelade. Locker gewordene Dichtungen mit einem Thermo-Dichtungskleber wieder fixieren, abgenützte oder schadhafte Dichtungen bitte austauschen! Ach übrigens: Haben Sie schon das Brennholz gekauft für diese Heizsaison?


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Datum: 19.09.2016

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