Haben Sie schon Brennholz gekauft?

Heizen mit Holz ist heute nicht nur Trend, sondern vielfach selbstverständlich. Welches Holz eignet sich aber besonders gut? Warum muss Brennholz trocken sein und wie steht es um die Umweltverträglichkeit? Hier die Antworten.

Holz absorbiert während seines Wachstums wenigstens genauso viel CO2, wie es später beim Verbrennen wieder ausstößt. Das kann kein anderer Brennstoff von sich behaupten und daher spricht man von einer ausgeglichenen CO2-Bilanz. Darüber hinaus schafft Heizen mit Holz ein gesundes, behagliches Raumklima und steigert die Wohnatmosphäre.

Wer Stückholz verheizt, kann es entweder selbst verarbeiten, sprich die Stämme bzw. Stammstücke selbst in passende Scheiter zerkleinern, oder es aber fix und fertig geschnitten beim Bauern oder im Handel erwerben.

Nur trocken ist gut

Um eine effiziente und saubere Verbrennung zu gewährleisten muss Holz richtig getrocknet und gelagert werden. Frisch geschlägertes Holz hat einen Wassergehalt von 40 bis 60 Prozent, gut gelagertes nur mehr 15 bis 20 Prozent. Ein 10 Prozent höherer Feuchtegehalt bedeutet einen Heizwertverlust von rund 9 Prozent. Zu hoher Wassergehalt senkt aber auch die Temperatur in der Brennkammer, so dass die zur vollständigen Verbrennung notwendige Hitze nicht mehr erreicht wird. Unverbrannte Holzgase schlagen sich als Teer und Ruß an den Abgasklappen und im Schornstein nieder, „isoliert“ die wärmeabgebenden Heizflächen und verhindert so die höchstmögliche Wärmeabgabe.

Holz ist nicht gleich Holz - beim Heizen

Wenn Sie zu jenen gehören, die heuer Ihren neuen dänischen Ofen einweihen oder sich endlich den lang ersehnten Kachelofen vom Hafner in das Wohnzimmer haben stellen lassen, wissen Sie vielleicht noch nicht so genau bescheid über die Holzarten und ihren Heiz- bzw. Brennwert. Hier ein kleiner Überblick:

Kiefern-, Fichten- und Lärchenholz: Diese weichen Nadelhölzer sind das perfekte Spanlholz. Sie brennen gut an und eignen sich bestens zum Anzünden. Als sehr harzreiche Hölzer neigen sie aber auch zum „Spritzen“. Dabei verstopfen die schmelzenden Harze die Wasserleitungsbahnen im Holz, das verdampfende Wasser kann nicht mehr entweichen und sprengt das Holz. Nicht so toll ist das bei offenen Feuerstellen.

Buchenholz ist das optimale Brennholz, entwickelt viel Glut und erzeugt dadurch eine gleichmäßige, lang anhaltende Wärme. Es präsentiert ein schönes Flammenbild und verbrennt nahezu ohne „Funkenspritzer“. Daher ist Buche sehr gut für alle Öfen, auch für solche mit Sichtfenster, geeignet.

Eichenholz hat einen hohen Heizwert und besitzt eine sehr lange Brenndauer, aber kein schönes Flammenbild. Es ist daher ideal für Öfen ohne Sichtfenster. Es entsteht eine gewöhnungsbedürftige Geruchsentwicklung, die auf im Holz enthaltene Gerbsäure zurückzuführen ist.

 

Birkenholz ist das Kaminholz schlechthin. Es „spritzt“ nicht und verbrennt bläulich schimmernd, was sich vor allem bei Öfen mit Sichtfenster wunderbar macht. Noch dazu verströmt die Birke einen außergwöhnlichen Duft beim Verbrennen. Preislich liegt sie aber deutlich höher, als andere Holzsorten.


AutorIn:

Datum: 19.09.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben