Grundofen: Heizen ohne Rost

Als Grundofen wird ein Ofen bezeichnet, bei dem das Feuer auf einem rostlosen Grund liegt. Die heutigen Kachelöfen sind in den meisten Fällen solche Grundöfen.

Der Grundofen ist ein Speicherkachelofen der vorwiegend aus keramischen Materialien (Schamotte) gefertigt wird und auch Putzofen oder eben Kachelofen genannt wird. Namensgeber ist schlicht die Tatsache, dass das Holz direkt auf dem Grund des Ofens und nicht auf einem Rost liegt. Der gemauerte Feuerraum und die nachgeschalteten keramischen Züge werden entweder traditionell mit Kacheln verkleidet oder eben verputzt. Die Wärmeabgabe erfolgt hauptsächlich über Strahlungswärme. Er zeichnet sich durch ein besonders hohes Speichervermögen aus. Der Grundofen ist daher ein eher träges Kachelofensystem.

Wie entsteht die Wärme?

Die Schamottesteine nehmen die Energie aus den Heizgasen auf, speichern sie und geben sie zeitverzögert und gleichmäßig in den Raum zum überwiegenden Teil als Strahlungswärme ab. Variationsmöglichkeiten in der Wärmespeicherfähigkeit und Aufheizzeit ergeben sich aus der Stärke der Schamotte- und Kachelwände

Dabei ergeben geringe Wandstärken eine kurze Aufheizzeit und geringe Wärmespeicherfähigkeit bei hohen Oberflächentemperaturen (ca.100°C). Dickwandige Ummauerungen bewirken eine lange Aufheizzeit bis zur vollen Wärmeabgabe, eine lange Speicherfähigkeit und relativ geringe Oberflächentemperaturen (ca. 60 - 70°C). Einsatzbereich: Der Grundofen ist ein universell einsetzbares Kachelofensystem, speziell für das Beheizen eines oder mehrerer Räume.


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Datum: 06.10.2016

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