Moderner Kachelofen: Was alles in ihm steckt

Ein rundum gekachelter Kubus, vorzugsweise in dunkelgrün oder blau gehalten, so kennen wir die alten, traditionellen Öfen. Moderne Kachelöfen haben damit aber nicht mehr viel gemein, weder optisch noch technisch.

In seiner langen Geschichte in den österreichischen Haushalten hat der Kachelofen als Heizgerät schon viele Phasen durchlaufen. Während bis in die 70er Jahre die klassische keramische Hülle sein Erscheinungsbild geprägt hat, entwickelte sich der Kachelofen in den 80ern und 90ern auch optisch deutlich weiter. Die namensgebenden Kacheln kamen langsam aus der Mode. Verputzte Flächen wurden mit wenigen keramischen Zierelementen kombiniert. Spätestens im neuen Jahrtausend wurde der Ofen vom reinen Heizgerät zu einem wahren Designelement entwickelt.

Design: klar und zurückhaltend

Heute werden vor allem schlichte, puristische Anlagen mit klaren Linien und planen Flächen errichtet und Sichtscheiben als visueller Fokus integriert. Die Farben, wenn überhaupt vorhanden, sind zurückhaltend, die Materialien so natürlich und pur wie möglich.

Innovatives Innenleben

Selbst Kachelöfen im "traditionellen" Design haben mit Ihren originalen Vorgängern aus vergangenen Zeiten heute nur noch wenig gemeinsam: Im Inneren findet man die ehemals namensgebende Keramik, etwa bei den Öfen des Herstellers Ortner, wieder. Dort besteht der Feuerraum nicht aus dem sonst gebräuchlichen Metall sondern zu 80 % aus einer keramischen Speichermasse. So speichert der Grundofen an sich schon die Wärme. Der dadurch noch effizientere Kachelofen eignet sich so auch hervorragend für moderne Niedrigenergiehäuser, und beweist, dass gerade diese traditionelle Heizformen heutigen Anforderungen bestens gewachsen ist.


AutorIn:

Datum: 20.09.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben