Sockelheizung – Wärme aus der Fußbodenleiste

Sockelheizleisten sind eine nicht sehr bekannte, aber umso interessantere Möglichkeit der Oberflächenbeheizung. Gerade bei der Renovierung von Altbauhäusern stellen sie eine gute Alternative dar.

Die am Bodensockel verlegte Heizung sorgt für angenehme Strahlungswärme von unten, ähnlich der Fußbodenheizung. Aber: Die Vorlauftemperatur muss höher sein, als bei den anderen Oberflächenheizungen.

Elektrische Sockelheizung

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Sockelleistenheizung zu verbauen. Die elektrische Variante wird als Zusatzheizung eingesetzt, um besonders niedrige Außentemperaturen zu überbrücken. Elektrische Sockelleistenheizungen können fixfertig im Fachhandel erworben werden. Sie sind aufgrund der integrierten Aufhängungen (Schellen) und der steckerfertigen Ausführung besonders einfach zu installieren und in Betrieb zu nehmen.

Angebracht wird die Sockelheizung an den kalten Außenwänden, von wo sie die Oberflächentemperatur der Wände erhöht und dadurch nicht nur das Raumklima verbessert, sondern auch eine Vorsorge gegen feuchte Mauern und Schimmel darstellt. Bereits feuchte Stellen, wie sie öfters in Altbauhäusern vorkommen, können durch diese Heizung auch gut getrocknet werden. Nachteil dieser Variante ist die Tatsache, dass Heizen mit Strom in den meisten Fällen weder für die Umwelt noch für die Geldbörse vorteilhaft ist.

Heizsystem nachrüsten

Eine weitere Möglichkeit ist die Integration der Sockelleistenheizung in das bestehende Heizsystem. Ist nur eine geringe Heizleistung vorgesehen, reicht im Normalfall ein Anschluss mittels Zweirohrsystem. Bei größerer Heizleistung muss unter Umständen jedoch ein weiterer Heizkreis installiert werden, um die Heizleistung zu garantieren. Lassen Sie sich hier von einem Heizungsplanerberaten, er kann genau ausrechnen, welche Leistung notwendig sein wird, und ob sich eine Installation überhaupt rentiert.


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Datum: 20.09.2016

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