Energiekosten: Welcher Energieträger kostet wieviel?

Heizöl, Erdgas und Pellets? Treffen Sie die richtige Entscheidung beim Einkauf von Brennstoffen. Hier ein aktueller Überblick.

Heizen mit Gas oder Öl kommt - vergleicht man die reinen Energieträger-Kosten - am teuersten, die Rohstoffe für Wärmepumpen und etwa Pelletsheizungen sind deutlich günstiger, und das obwohl der Ölpreis in den letzten Jahren immer wieder gesunken ist. Warum? Fossile Energie wird rar und deshalb auch weiterhin teuer bleiben.

Was kosten die Rohstoffe?

Mit Pellets oder einer Erdwärmepumpe fährt man derzeit am günstigsten. Hier liegen die jährlichen Energiekosten in einem neu gebauten Einfamilienhaus (angenommener HWB 30) zwischen 230 und 360 Euro. Im unsanierten Bestand (HWB 120) gehen die ExpertInnen von Kosten um die 850 bis 1000 Euro aus. Beim Heizöl liegen Sie da mit etwa 1.200 Euro im Neubau schon deutlich drüber.

Propellets © Propellets

Parameter Nutzungsgrad

Je nach Energieträger und Standard der Anlage sind neben den reinen Rohstoffpreisen aber auch die unterschiedlichen Nutzungsgrade miteinzurechnen. "Heizen mit Erdgas erzielt oft einen Wirkungsgrad von 100 %", sagt etwa Friedrich Mühlener von der Oberösterreichischen Gas-Wärme GmbH. Pellets hingegen erreichen 92 bis 96 %, weiß Christian Rakos von proPellets Austria. Beim Jahresnutzungsgrad kommt Gas etwa auf 90 %, Pellets auf rund 80 %. Ebenso sind Messentgelte, Abfüllpauschalen, Lagerkosten, etc. nicht zu vergessen. Je nach Energieträger unterscheiden sich dabei die gesetzlichen Vorgaben und der Aufwand.

Investitionen einkalkulieren

Ob sich eine Sanierung des gesamten Heizsystems lohnt, hängt auch von den Investitionskosten ab. Bei einem 15 Jahre alten Heizsystem ist ein Tausch allemal eine Überlegung wert, denn in den letzten Jahren hat sich bei der Kesseltechnologie viel getan: Moderne Heizkessel mit Brennwerttechnologie arbeiten sauberer, sparsamer und komfortabler.

Sparpotenzial nützen

Von hohen Energiepreisen besonders betroffen sind, wie die Beispile oben zeigen, die unsanierten Altbauten. Gerade hier ist das Sparpotenzial am größten, wie Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ, betont: „Die Energie, die nicht verbraucht wird, ist auf jeden Fall die billigste Energie. Durch eine thermische Sanierung kann man den Energieverbrauch von Altbauten oft mehr als halbieren – das steigert durch die wärmeren Oberflächen den Wohnkomfort und lohnt sich langfristig auch finanziell."

 


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Datum: 03.10.2016

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