Ökostrom - Umweltverträglicher Strom

Österreich steht in Europa an der Spitze bei der Erzeugung erneuerbarer Energien. Zu verdanken hat das Land das vor allem seinem Strommix.

Die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien wird auch in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Laut Österreichischer Energiewirtschaft hatte Strom allein 2013 mit rund 75 Prozent den Löwenanteil an den erneuerbaren Energien. Die Ausstattung der Haushalte mit Elektrogeräten steigt dank moderner Computer-Technologien. Dazu soll möglichst schnell von Benzin schluckenden Autos auf umweltfreundliche Elektroautos umgestellt werden. Auch das Heizen mit Strom wird in den kommenden Jahren durch kostensparende, modernste Lösungen wieder interessant.

Die Österreichische Energiewirtschaft will daher bis 2020 den Stromanteil an den erneuerbaren Energien auf 85 Prozent steigern. Dabei setzt sie vor allem auf die Wasserkraft, fordert jedoch auch weiterhin zügige Investitionen in Wind-, Biomasse- und Photovoltaikanlagen.

Es muss sich was tun in den Köpfen

Mit der Einspeisung erneuerbarer Energien ändert sich die bisherige Strom-Wertschöpfungskette komplett. Momentan sind wenige zentrale Großunternehmen für die Stromversorgung verantwortlich. Zunehmend wird deren Einspeisung ergänzt durch Ökostrom aus dezentralen Photovoltaik- oder Biomasseanlagen, zum Beispiel aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Privathauses. So kann die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien regional viel höher sein als der Verbrauch. Zusätzlich schwankt die Stromproduktion aufgrund der Abhängigkeit von Wind und Sonne stark und ist schlecht vorhersehbar. Diese Tatsachen machen eine flexible Infrastruktur notwendig. Das heißt: Die Energiewirtschaft muss zusätzliche Speicher schaffen, zeitgemäße und leistungsfähige Netze bereitstellen und die Verbraucher in puncto Einsparpotentialen beraten.

Nachhaltigkeit vs. Kosten

Ökostrom ist in Österreich subventioniert, diese Subvention wird dem Strompreis zugeschlagen. Skeptiker monieren den dadurch höheren Preis, der für "sauberen" Strom entrichtet werden muss. Andererseits gilt es zu bedenken, dass die Stromgewinnung zu Lasten der Umwelt letztlich auch auf Kosten aller geht.


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Datum: 01.10.2012

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