Photovoltaik-Lack: Solardächer bald überflüssig?

Mit Hilfe des "Photon Inside" können die schweren und ästhetisch oft als störend empfundenen Siliziumpaneele an jedem gewünschten Ort durch einen unauffälligen Anstrich ersetzt werden.

Ein Forscherteam an dem zum nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Instituto per lo studio di Materiali in Bologna hat einen photovoltaisch wirkenden Lack entwickelt, meldet Pressetext Austria. Mit Hilfe des "Photon Inside" können die schweren und ästhetisch oft als störend empfundenen Siliziumpaneele an jedem gewünschten Ort durch einen unauffälligen Anstrich ersetzt werden.

Leistung und Kosten

"Genauso wie die herkömmlichen Solardächer wandelt Photon Inside die Sonnenstrahlung in elektrischen Strom um", bestätigen seine Erfinder Fabio Capelli, Antonio Maroscia und Stefano Segato. "Um auf eine Leistung von 3 kW zu kommen, reicht eine Fläche von 50 Quadratmetern.

" Wettbewerbsfähig seien auch die dazugehörenden Kosten. Bei einem dreistöckigen Gebäude mit sechs Wohnungen und einer Auftragungsfläche von 290 Quadratmetern sei mit einer Ausgabe von 59.400,- Euro, pro Familie also einem Aufwand von knapp 10.000,- Euro zu rechnen.

"Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Speziallack auf jedem beliebigen Untergrund aufgetragen werden kann", so die italienischen Wissenschaftler weiter. Wenn die Wirkung nachlasse, könne jederzeit ohne größere Vorbereitungen der Anstrich erneuert werden oder an den gewünschten Stellen nachgebessert werden. Ob und wann sich der revolutionierende Photovoltaiklack auf breiter Basis durchsetzen wird, ist noch nicht absehbar.

Die ersten Anwendungen sollen zunächst auf die Schifffahrt beschränkt bleiben. Gedacht wird vor allem an die Ausstattung von Yachten, deren Bordinstrumente und Notaggregate damit problemlos versorgt werden könnten. Für den Hausbau wird man sich also noch etwas gedulden müssen.


Autor:

Datum: 23.10.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Photovoltaik

Angesichts steigender Strompreise und sinkender Einspeisevergütung, zahlt sich die Speicherung von Solarstrom mittels Akku in vielen Fällen aus. Nicht nur finanziell, denn je mehr der Eigenverbrauch gedeckt wird, desto besser auch für die Umwelt.

Selbst im Bereich bestehender, älterer Gebäude tritt die Photovoltaik ihren Siegeszug als alternative Energiequelle an. Selbst in Althäusern lassen sich die Module ideal integrieren.

Die Leistungskurve von PV-Anlagen folgt dem täglichen Lauf der Sonne. Etwa zur gleichen Zeit treten auch die Tagesverbrauchsspitzen im Stromnetz auf. Es ist daher sinnvoll, den photovoltaisch erzeugten Strom in das Stromnetz einzuspeisen.

Die Herstellung von Photovoltaik-Modulen ist keine einfache Sache: Sowohl die Behandlung der Materialien wie auch die Weiterverarbeitung erfordert enormen Aufwand, bis Energie von der Sonnenkraft gefördert werden kann.

Welchen Wirkungsgrad haben die unterschiedlichen Photovoltaik-Module und welche Art hat für die Zukunft am meisten Portential? Dabei spielen Produktionskosten und Effizienz eine schlagende Rolle.

Wie die Technik der Photovoltaik funktioniert, einfach erklärt: Halbleitermaterialien nehmen das Sonnenlicht auf und wandeln es in Gleichstrom um.

Bevor Sie eine Solaranlage auf Ihrem Dach montieren, sollten Sie testen, ob es sich lohnt. Die Himmelsrichtung, die Neigung und andere Faktoren bestimmen das Solarpotenzial Ihres Giebels. Die Eignung Ihres Dachs können Sie hier kostenlos überprüfen.