Smart Meter: Was passiert mit den Daten?

Bis Ende 2019 schon sollen 95 % der heimischen Haushalte ein Smart Meter Gerät besitzen. AK und VKI sehen Gefahren in der Datensicherheit und fordern die Möglichkeit der freien Entscheidung.

Nach dem Stromzähler kommt der intelligente Stromzähler, der alle 15 Minuten den Stromverbrauch misst und die detaillierten Daten an den Anbieter schickt. Dadurch können die Stromanbieter Tarife anbieten, die auf die KonsumentInnen abgestimmt sind und damit auch günstiger ausfallen.

Zusätzlich kann durch die Messungen auch herausgefunden werden, ob und wo sich massive Stromfresser im Haushalt befinden. Soweit die vielversprechende Theorie. Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite. „Der VKI hat nichts gegen den Smart Meter an sich, aber natürlich ist die Sorge berechtigt, dass die gesammelten Daten missbräuchlich verwendet werden können“, meint Christian Kornherr, Leiter Bereich Untersuchung im VKI. „Wir unterstützen daher die Forderung der AK, dass jeder Verbraucher selbst entscheiden soll, ob er in seinem Haushalt einen Smart Meter einsetzen will oder nicht“.

Fünf Prozent dürfen dagegen sein

Bis Ende 2019 sollen ja 95 Prozent der österreichischen Haushalte mit den neuen intelligenten Stromzählern ausgestattet sein. 5 Prozent der Haushalte haben demnach die Möglichkeit, sich dagegen auszusprechen. Was aber, wenn die 5 Prozent Hürde erreicht ist und weitere Haushalte gegen die Installation eines Smart Meter Gerätes sind? Können die dann gezwungen werden? Laut AK und VKI muss jeder Haushalt selbst entscheiden können und dürfen, ob er den Smart Meter aktiviert haben will oder nicht - und das ganz unabhängig von irgendwelchen Quoten.Der VKI appelliert deshalb an die zuständigen Behörden, in dieser Causa im Sinne der Verbraucher zu entscheiden. Wir halten Sie über weitere Entwicklungen in dieser Sache am laufenden.


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Datum: 12.07.2017

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