"Energieturm" mit Windrad als Vorzeigeprojekt in Leonding
Die Wohnanlage am Harter Plateau ist derzeit noch im Bau, der Plan zeigt aber schon, dass hier ein Vorzeigestück für den Wohnbau entstehen soll. Viel Glas und eine Solaranlage um Wärme und Licht einzufangen und gut gedämmte Fassaden gehören heute ohnehin schon fast zum Standard.
Strom für die Haustechnik
Südseitig vor dem Wohnprojekt steht ein sogenannter Energieturm. Mit einem völlig neuartigen Windrad und Photovoltaikzellen soll er Strom für die Haustechnik erzeugen. Und die ist nicht ohne, denn grundsätzlich sorgt zwar Fernwärme für Warmwasser und Heizung, aber nur dann, wenn die Energie, die das Haus selbst erzeugt, nicht ausreicht.
Rückgewinnung der Brauchwasser-Wärme
Ein wesentlicher Punkt dafür, dass sie lange ausreicht, ist die Rückgewinnung der Wärme aus dem Brauchwasser. Bis jetzt fließt das warme Wasser vom Baden, Duschen und Geschirrspülen mit einer Durchschnittstemperatur von 35 Grad in den Kanal. In der jetzt entstehenden Wohnanlage wird diese Wärme dazu genutzt, das Kaltwasser mittels Wärmetauscher und Wärmepumpe vorzuheizen.
10°C warmes Wasser fließt in die Erde
Das verbrauchte Wasser fließt mit nur mehr 10°C in die Erde. Gespeichert wird die gesamte Energie in großen Warmwassertanks unter der Erde. Sollte die Rechnung aufgehen, dann lassen sich mit diesem ausgeklügelten System zwei Drittel der Heiz- und Warmwasserkosten einsparen. Was für die künftigen Mieter deutlich geringere Betriebskosten bedeutet.
Da das Projekt so neuartig und wahrscheinlich auch wegweisend ist, übernehmen Land und Bund rund 500.000 Euro der Mehrkosten von 840.000 Euro.