6.670 Wohneinheiten in der Fertighausbranche im Jahr 2006
Mit einem Wachstum von 3,2% war die Entwicklung im Fertigbau besser als in der Baubranche allgemein, was zu einer Erhöhung der Fertighausquote von 33,5% im Jahr 2005 auf 34,3% im abgelaufenen Jahr führte.
Gutes Umsatzwachstum fördert positive Stimmung in der Branche
2006 war ein erfolgreiches Jahr für die Fertighaushersteller, die mit wenigen Ausnahmen steigende Umsätze erzielen konnten. Das Marktvolumen wuchs 2006 um 6,8% auf 851 Mio. Euro. Die Anzahl der gebauten Wohneinheiten konnte um 3,2% gesteigert werden, was doppelt so groß war wie das Wachstum des gesamten Wohnbaus. 2007 sind die Aussichten aufgrund der günstigen Wirtschaftslage und des milden Winters weiter positiv.
Ein- und Zweifamilienhäuser machen 2006 mit 82% der fertiggestellten Wohneinheiten den überwiegenden Teil der Wohngebäude in Fertigbauweise aus. Weitere 10,6% entfielen auf Wohneinheiten in Reihenhäusern, und die restlichen 7,4% auf mehrgeschossige Wohnbauten. Dieses Segment verzeichnet im abgelaufenen Jahr mit Abstand die höchste Wachstumsrate (12,3%). Immer mehr Firmen nutzen die Gesetzesänderung, die auch Holzriegelkonstruktionen den Weg in den mehrgeschossigen Wohnbau öffnete. So wächst dieses bisher kleine Segment kontinuierlich.
Die Fertigbauweise wird immer öfter auch im Nichtwohnbau verwendet. Dieses Segment zeigte 2006 ein enormes Wachstum von 26,6% und wird in den nächsten Jahren im 2-stelligen Bereich weiter expandieren. Kleine Hotels, Schulen, Kindergärten u.s.w. werden immer öfter aus industriell vorgefertigten Teilen gebaut.
Marktreife erreicht
Mit einer Fertigbauweise von 34,3% der errichteten Ein- und Zweifamilienhäuser liegt Österreich an vorderster Stelle außerhalb Nordeuropas. Es ist nicht nur die Tradition des Baustoffs Holz, die zu einer höheren Fertighausquote als beispielsweise in Deutschland (14%) oder Italien (1,8%) führt, sondern auch das gekonnte Marketing der österreichischen Fertighausindustrie. Am reifen österreichischen Fertighausmarkt sind Ideen für profitable Marktnischen gefragt: Die Palette reicht von Passivhäusern bis Designervillen. Das "Haus von der Stange" ist immer weniger von der Stange.