Außen- und Innenwände aus Betonfertigteilen (FT) haben den Vorteil einer schnellen Errichtung und damit einer Verkürzung der Bauzeit.
Einschichtige oder mehrschichtige Wandelemente
Wurden früher nur einschichtige Elemente hergestellt. Heute ist technisch auch die Herstellung von mehrschichtigen Wandelementen üblich. Diese werden u.a. mit Abstand bzw. Hohlraum zwischen den Schichten gefertigt. Dieser kann z.B. erst auf der Baustelle mit Beton verfüllt werden. Üblich ist auch diesen Hohlraum z.B. mit Wärmedämmung zu füllen.
Installationen-Druchbrüche
Die Ausführungen von Unterputz-Leitungen und Haustechnik-Leitungen in Fertigteil-Wänden sind bei geringer Wandstärke problematisch. Dabei ist das Herstellen von Schlitzen und Durchbrüchen in Fertigteilen aufwendiger als bei Wandtypen, die nicht aus Beton sind.
Auch besteht die Gefahr, dass die eingelegten Bewehrungseisen durch Schlitze und Durchbrüche beschädigt oder durchtrennt werden können, wodurch sowohl die Stabilität als auch die Dichtheit beeinträchtigen werden kann.
Vorteilhaft ist es, in allen jenen Räumen, die höherwertig genutzt werden sollen und mit einer Unterputzinstallation ausgeführt werden, eine Vorsatzschale aus Gipskarton- oder Putzträgerplatten zu montieren. Der Hohlraum hinter der Vorsatzschale bietet genügend Platz für Elektroinstallationen, sofern als Mindestabstand zumindest die Tiefe einer Steckdose angenommen wird.
Grundsätzlich sollen aber alle Durchbrüche z.B. für Hauszuleitungen, Schlitze etc. zeitgerecht dem Fertigteilhersteller bekannt gegeben werden. Weiters sind auch sämtliche Einbauteile, welche in den Wänden versetzt werden sollen, bei der Herstellung der Fertigteile im Werk einzubauen, was durch eine rechtzeitig Anlieferung an den FT-Hersteller sicherzustellen ist.