Auf das Kellermauerwerk einfach Heißbitumenanstriche aufzutragen, ist absolut unzureichend, denn das Bauwerk muß sich erst langsam setzen und dann entstehen Risse und Fugen, durch die dann Wasser und Feuchtigkeit eindringen kann. Solche Anstriche verspröden im Laufe der Jahre. Es muß stets darauf geachtet werden, daß die Kelleraußenwand glatt (verputzt) ist.
Wir unterscheiden senkrechte und waagrechte Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit und aufsteigendes Wasser. Bei der Wahl von Isoliermaterialien sollten nur Qualitätsprodukte verwendet werden.
Die verwendeten Folien und Beschichtungen sollen elastisch bleiben und auch stark genug sein, um mechanischen Beschädigungen widerstehen zu können. Isoliermaterialien sollen unbedingt säurebeständig sein und dürfen nicht verrotten.
Bei der Verarbeitung muß stets darauf geachtet werden, daß dieselben Dichtungseigenschaften auch im Stoß- und Fugenbereich gewährleistet bleiben. In diesen Bereichen werden die Materialien überlappt und direkt verklebt oder verschweißt. Die Feuchtigkeitsisolierungen sind durch Dämmplatten, Noppenbahnen oder Filterkörpern zu schützen.
Man unterscheidet zwei Arten der Abdichtung:
Abdichten gegen nichtdrückendes Wasser: Bei mittel bis schlecht durchlässigen Bodenarten oder bei Bauteilen in Hanglagen ist immer damit zu rechnen, daß sich Stauwasser bildet. Es ist eine Abdichtung für nichtdrückendes Wasser erforderlich. Die senkrechte Abdichtung besteht bei bindigen Böden aus Dichtungsbahnen.
Abdichten gegen drückendes Wasser: Wenn der Grundwasserspiegel über der Kellersohle liegt, so kann mit einer zumindest 2-lagigen Bitumen-Isolierung eine Abdichtung vorgenommen werden.