Die Immobilie als einzig verbleibende sinnvolle Investition?

Die Auswirkungen der Finanzkrise werden für die Menschen mit einiger Verspätung auch in unseren Breiten spürbar: Altersabsicherungen wie etwa eine Lebensversicherung geraten für die Sparer zum Eigentor, die Niedrigzinsen führen dazu, dass das Ersparte auf der Bank vernichtet wird und an der Börse bahnt sich der nächste Crash an, da Kursentwicklung und Realwirtschaft in einer Weise auseinander klaffen, dass das Ende dieses "Booms" vorhersehbar ist. In Deutschland scheint es also sinnvoll zu sein, eine Immobilie zu erwerben.

Immobilien in großen Städten

Auch in Deutschland haben sich Wohnungen und Häuser vor allem in großen Städten in den vergangenen Jahren preislich in eine ungesunde Richtung bewegt. In vielen Städten und Stadtvierteln wie dem berühmten Berlin Kreuzberg kommt es regelmäßig zu Ausschreitungen, da die Wohnungen für die ursprünglichen Stadtteilbewohner nicht mehr finanzierbar sind. Hier eine Wohnung zu kaufen, ist ein Risiko, da niemand weiß, ob irgendwann die Politik mäßigend eingreift und man ungewollt auf dem Höhepunkt einer Blase investiert hat. Spanien mag hier ein mahnendes Beispiel sein.

In den meisten deutschen Städten entwickeln sich die Immobilienpreise in eine beängstigende Richtung; hier zu kaufen ist sicher eine Risikoentscheidung, die sich indes auch lohnen kann. Spielernaturen können sich hier bestimmt ausleben.

Die Regionen

Deutschland ist wirtschaftlich betrachtet ein gespaltenes Land: Es gibt einen enorm prosperierenden Süden und Südwesten, einen aufstrebenden Osten und einen vorsichtig gesagt stagnierenden Norden und Westen, wobei Hamburg als eine der teuersten Städte der Republik eine Ausnahme macht. Speziell im Osten werden die Auswirkungen der beispiellosen Kraftanstrengung Deutschlands nach der Wiedervereinigung spürbar und dennoch sind Immobilien hier noch relativ günstig. Leipzig etwa gilt heute bereits als das künftige Zentrum einer Boomregion.

In München eine Immobilie zu erwerben ist hingegen sicher nur dann sinnvoll, wenn man über enormes Eigenkapital verfügt. Man ist generell bei den derzeitigen Preisen sicher gut beraten, sich mehrere externe Meinungen von unabhängigen Experten einzuholen, die viele Finanzierungsangebote vergleichen und individuelle Vorschläge vorbereiten. Für erste Informationen zum Thema bietet sich der Ratgeber „Immobilien- und Baufinanzierung“ an, der in Zusammenarbeit mit Finanzierungsexperten von baufi24 erstellt wurde.

Die Finanzierung

Die entscheidende Frage beim Erwerb einer Immobilie ist generell die Frage, wie man die Wohnung oder das Haus bezahlen soll und was passiert, wenn die eigene Lebensplanung etwa durch eine Krankheit, den Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Trennung durcheinander gerät. Hier gibt es viele Möglichkeiten, wobei es besonders wichtig ist, ein günstiges Darlehen zu fairen Konditionen zu erhalten. In Deutschland ist dies über den Bausparvertrag traditionell gegeben, der speziell zum Erwerb eines Eigenheims eingeführt wurde.

Zudem gibt es mittlerweile eine beinahe nicht mehr zu durchschauende Flut von Angeboten zur Darlehensaufnahme auch im Ausland ohne strenge Regeln, die indes sorgfältig geprüft werden sollten, denn der Erwerb einer Wohnung ist eine Entscheidung, welche schwere Konsequenzen haben kann. Wer nicht selbst in der Immobilie leben möchte, kann über einen Mietvertrag Teile seiner Raten von anderer Seite begleichen lassen, aber auch das ist riskant, denn es gibt Mieter, welche einfach nicht bezahlen und Rechtsstreitigkeiten dauern ihre Zeit und bieten keine Gewinngarantie.

Entscheidungen solcher Tragweite sollten nicht im stillen Kämmerlein getroffen werden, da es sich meist um einen Entschluss handelt, der über viele Jahre hinweg das eigene Leben und das der Familie bestimmen wird.


Autor:

Datum: 11.06.2014

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