Vorsorgewohnung: Tipps zum Kauf

Vor dem Kauf Ihrer Vorsorge-Immobilie lohnt sich ein genauer Blick auf das Objekt - denn sie soll auch in vielen Jahren noch die gewünschten Erträge einbringen. Die zehn wichtigsten Auswahlkriterien finden Sie hier.

Das Konzept ist gleichermaßen einfach und beliebt: Statt sein Erspartes in Immobilienwertpapiere zu investieren, wird eine Wohnung gekauft. Diese Wohnung wird dann vermietet und aus den Mieteinnahmen der aufgenommene Kredit zurückgezahlt. Eine Vorsorgewohnung kann zu einer deutlichen Aufbesserung Ihres Einkommens im Alter beitragen.

Welche Immobilie ist geeignet?

Bei der Auswahl Ihrer Vorsorgeimmobilie lohnt sich ein genauer Blick auf das Objekt, denn die Wohnung soll ja auch in vielen Jahren noch die gewünschten Erträge einbringen. Hellseher sind wir zwar nicht und es gibt auch keine Garantie für die Zukunft. Aber wenn Sie vor dem Kauf diese zehn Kriterien beachten, ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Investition getan:

1. Ausstattung
Als Eigentümer sollte Ihnen an der Ausstattungsqualität der Küchen- und Sanitärbereiche liegen. In der Erneuerung sind diese Bereiche nämlich sehr kostenintensiv.

2. Verkehrsanbindung
Die fußläufige Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel steigert den Wert des Objektes erheblich.

3. Größe und Zimmeranordnung
Durchdacht, aber möglichst kompakt lautet die Devise. Das senkt die Kosten für die potentiellen Mieter und steigert die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Vermietung. Bei zwei Zimmern empfehlen ExpertInnen 40 bis max. 60 m2, bei drei Zimmern 60 bis max. 90 m2.

4. Zimmeranzahl
Mit zwei bis drei Zimmern sprechen Sie den größten Teil Ihrer potentiellen MieterInnen an.

5. Einkaufsmöglichkeiten
sollten möglichst in der Nähe sein und am besten fußläufig oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

6. Vielfältige Infrastruktur
Kindergarten, Schulen, Kultur, Sport, Bauernmarkt. Die wichtigsten Ziele im täglichen Leben sollten möglichst nah sein.

7. Angeschlossene Freiflächen
 Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil in der Vermietbarkeit ist das Vorhandensein von mindestens einem Freisitz, sprich Terrasse, Balkon oder gar Garten.

8. Instandhaltungskosten
Informieren Sie sich über die Ausführung des Objekts. Aus welchem Material ist die Fassade gebaut? Ist sie reinigungsintensiv? Wie hoch sind die Betriebskosten für Lift und Gemeinschaftsräume? Welche Kosten werden sonst noch auf Sie zukommen?

9. Energieeffizienz
Auf Niedrigenergiestandard - vorzugsweise in Kombination mit Fernwärme sollte heute nicht mehr verzichtet werden. Niedrige Energiekosten tragen natürlich auch zur langfristigen Vermietbarkeit bei.

10. Kellerabteil und Garagenplatz
sollten ebenfalls nicht fehlen und werten die Wohnung weiter auf.

Das Risiko

Erstens können die Zinsen für den Kredit steigen, wie das natürlich auch bei jeder herkömmlichen Finanzierung mit längerer Laufzeit passieren kann. Und zweitens kann die Wohnung auch einige Zeit leer stehen und damit die Mietzahlungen ausfallen. Abgesehen davon ist eine Investition in Immobilien aber eine sehr stabile Sache.

Der Ertrag

Fast alle Großbanken verfügen über eigene Vorsorgewohnungs-Projekte. Je nach Anbieter wird über den Mietertrag innerhalb von zehn Jahren der Ankaufspreis der Wohnung gedeckt. Der Ertrag bei Vorsorgewohnungen ergibt sich durch die Kombination aus Mieteinnahmen, Wertsteigerung und Nutzung steuerlicher Vorteile.

Ihre Zusatzrente

Ist der Kredit getilgt, so stehen die Mieteinnahmen voll und ganz als (versteuerbares) Zusatzeinkommen zur Verfügung. Brauchen Sie das Geld auf einen Schlag, kann die Wohnung auch verkauft werden. Letzteres ist natürlich auch möglich, wenn man schon in der Finanzierungsphase finanziell ins Schleudern kommt.


AutorIn:

Datum: 02.05.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben