Zinscaps: Was sie kosten, was sie bringen

So niedrig wie zurzeit werden die Zinsen nicht ewig bleiben. Steigende Zinssätze haben schon so manchen Kreditnehmer vor Probleme gestellt. Zinscaps sollen Sie gegen die steigenden Zinsen "versichern". Hier das Pro & Contra.

Mit einem Zinscap-Optionsschein, der unabhängig vom Kredit als Absicherungsinstrument im Vorfeld der Finanzierung erworben wird, sind Sie gegen Zinsschwankungen abgesichert. Die Anschaffung kann entweder im Rahmen eines Neukredites mitfinanziert werden, oder es kann bei bestehenden Krediten auch eine Finanzierung über ein eigenes Konto erfolgen.

Was sind Zinscaps?

Zinscaps stehen für die Vereinbarung einer Zinssatzobergrenze auf Basis eines Referenzzinssatzes, bei Eurokrediten ist dies der EURIBOR, bei der sich der Verkäufer (also die Bank) bei Übersteigen dieses vereinbarten Zinssatzes zu einer Ausgleichszahlung verpflichtet. Kostenlos ist diese Versicherung freilich nicht: Bei Abschluss ist von Ihnen eine einmalige Prämie in der Höhe von einigen Tausendern zu entrichten.

Wo kaufe ich Zinscaps?

Sie können Zinscaps nicht nur bei dem Kreditinstitut kaufen, bei dem Ihr Kredit läuft oder laufen wird. Zinscaps können ganz unabhängig vom Kredit bei jeder Bank erworben werden. Sie sollten also vergleichen und sich für das günstigste Angebot entscheiden!

Wann besser verzichten?

Sie sollten rechnen, bevor Sie unterschreiben. Sind die Kosten für die Zinscaps höher als die zu erwartenden Zinssteigerungen? Erst wenn der EURIBOR wieder über 5 % steigt, können Sie wirklich profitieren von dieser versichertern Zinsobergrenze. Alles darunter lässt Sie hingegen mehr bezahlen, als einsparen!


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Datum: 30.05.2016

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