AK fordert: „Wohnen muss billiger werden“

Einmal mehr fordert die AK eine Mietrechtsreform mit Obergrenzen. Nachdem die Mieten im letzten Jahr fast fünf Mal so stark gestiegen sind, wie die gesamte Jahresinflation, müsse dieser Preisspirale ein Ende gesetzt werden.

„Durch die Senkung der Lohnsteuer haben die Menschen jetzt wieder mehr Geld im Börsel“, freut sich AK Präsident Rudi Kaske. „Die Preisspirale beim Wohnen dreht sich aber nach wie vor weiter. Daher muss Wohnen jetzt endlich billiger werden.“

Und die AK legt auch gleich den passenden Aktionsplan vor. Um das Wohnen billiger zu machen, brauche es die Schaffung eines möglichst einheitlichen, transparenten Mietrechts durch Auflösung der vielschichtigen Anwendungsbereiche des Mietrechtsgesetzes. Im Detail bedeute dies:

  • Runter mit den Mieten – Reform des Richtwertsystems durch klare gesetzliche Zu- und Abschläge
  • Weg mit den Befristungen, außer bei Eigenbedarf der VermieterInnen
  • Betriebskosten senken durch Streichung der Grundsteuer und Versicherungen aus dem gesetzlichen Betriebskostenkatalog;
  • Maklerprovisionen für MieterInnen abschaffen – so wie seit 1. Juni 2015 in Deutschland
  • Klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen für die gesamte Wohnungsausstattung, nicht nur für die Heiztherme

Länder müssen aktiv werden

Das kürzlich beschlossene Wohnbaupaket, das zinsgünstige Kredite durch eine Bundeshaftung für Mittel von der Europäischen Investitionsbank garantiert, muss laut Kaske Auslöser für die Länder sein, den Bau weiterer leistbarer Wohnungen „anzugehen“. „Es müssen insgesamt mehr Wohnungen gebaut werden, die auch für nachkommende Generationen leistbar bleiben. Dazu braucht es im Finanzausgleich die erneute Zweckbindung der Wohnbaufördergelder und ihrer Rückflüsse, damit der soziale Wohnbau durch die Bundesländer wieder angekurbelt wird.“ Kaske kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Fördersysteme einiger österreichischer Bundesländer, da eine nicht rückzahlbare Bezuschussung, wie sie etwa im Salzburger Wohnbauförderungsmodell praktiziert wird, nicht nachhaltig sei. Es brauche primär Förderdarlehen, aus denen wieder Rückflüsse kommen, so Kaske.


AutorIn:

Archivmeldung: 19.01.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Jeder kennt wohl den Begriff, doch bei der genauen Definition wird`s schon schwieriger. Was ist also ein Zinshaus, woher kommt der Begriff, und warum sind Zinshäuser ein so beliebtes Investitionsgut? Wir haben die Antworten.

Immobilien gelten als zukunftssichere Investition, gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise, und sind daher eine der beliebtesten Anlageformen überhaupt. Doch der Zugang zum Immomarkt war bisher fast ausschließlich den Großanlegern offen. Nun sollen auch Klein- und Kleinstinvestoren zum Zug kommen.

Erträge aus der eigenen Ferienwohnung lukrieren? Immer mehr Private investieren ganz bewusst in Feriendomizile, die sie einen kleinen Teil des Jahres selbst nutzen, ansonsten aber weitervermieten (lassen). Eine gewinnbringende Kapitalanlage.

Sie möchten also bald ImmobilienbesizerIn sein? Bevor Sie sich an die detaillierte Planung in Sachen Finanzierung und Kaufabwicklung machen, sollten Sie Ihr Wunschobjekt aber einer eingehenden Prüfung unterziehen.

Der Immobilienmakler lebt von den Provisionen, die er aus seinen Vermittlungsgeschäften einer Immobilie erzielt. Viele wollen aus diesem Grund das Geschäft ohne Makler über die Bühne bringen. Ein guter Makler ist aber durchaus sein Geld wert.

Der Erwerb eines Zinshauses kann mehrere Probleme rechtlicher Natur in sich bergen, über die zum Teil nicht einmal der Verkäufer in Kenntnis sein mag. Worauf Sie beim Kauf eines Zinshause achten müssen