Doppelhaus: Ein Dach, zwei Eingänge

Glück und Liebe sind das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. So ähnlich kann man die Vorteile eines Doppelhauses auf den Punkt bringen. Worauf Sie trotzdem achten sollten, erklären wir hier.

Ein Eigenheim ist und bleibt einer der größten Träume der ÖsterreicherInnen. Ihn wirklich umzusetzen, schafft aber nur ein Teil, meist, weil die Kosten einfach zu hoch sind. Das liegt aber auch an der festgefahrenen Vorstellung, ein Eigenheim müsse ein einzelnes freistehendes Häuschen sein. Das stimmt nicht. Auch in einem Doppelhaus lässt sich mit hoher Lebensqualität wohnen. Die Kosten dafür fallen aber niedriger aus.

Geteilte Kosten, geteilte Last

Die größte Stärke einer Doppelhaushälfte liegt in der Verteilung der Bau- und Grundstückskosten auf zwei Schultern. Beide BesitzerInnen können so gutes Geld sparen, haben aber den Vorteil von einem schönen Garten und nur einem direkten Nachbarn. Im Gegensatz zum Reihenhaus, das zwar noch günstiger ist, aber einen kleineren Garten hat und bei dem mehr Parteien auf eher wenig Raum zusammen leben. Auch wenn das Dach geteilt wird, jede Haushälfte besitzt einen separaten Eingang. Das sichert Eigenständigkeit und Rückzugsmöglichkeiten. Die Heizkosten einer Doppelhaushälfte sind durch die gemeinsame Trennwand etwas geringer als bei einem freistehende Haus.

 
HARTL HAUS © HARTL HAUS

Gute Planung ist Voraussetzung

Die Gestaltungsfreiheit bei einem Doppelhaus ist recht hoch, vor allem, wenn beide Parteien sich schon im Vorfeld kennen und die idealen Nutzungsmöglichkeiten erarbeitet werden sollen. Auch eine achsensymmetrische Bauweise kann reizvolle gestalterische Elemente beinhalten. Sind die zukünftigen NachbarInnen noch unbekannt, wäre eventuell das Back-to-Back-Haus eine gute Überlegung. Bei dieser Bauweise befindet sich der Anknüpfpunkt des Gebäudes an der Rückfront – das schafft etwas mehr Distanz.

Das ideale Mehrgenerationenhaus

Ein Doppelhaus spielt dann sein gesamtes Potenzial aus, wenn sich beide Wohnparteien gut verstehen, womöglich sogar befreundet oder verwandt sind. In so einem Fall kann der Garten gemeinsam genutzt oder Hilfe am und im Haus ausgetauscht werden. Nicht umsonst lässt sich diese Lösung auch ideal für ein Mehrgenerationenhaus nutzen. Mit ein paar Schritten sind die Enkel drüben bei Oma und Opa. Dennoch ist im Gegensatz zum Zweifamilienhaus mit nur einem Eingang und einem Treppenhaus, hier immer eine räumliche Trennung vorhanden.

Die Wiederverkaufsmöglichkeiten sind in der Regel recht gut, oft besser, als bei einem Reihenhaus. Ein gutes Verhältnis zu den BewohnerInnen der anderen Doppelhaushälfte ist aber das um und auf. Verstehen sich beide Parteien gut, erhöhen sich nicht nur die Wohnqualität durch soziale Interaktion, sondern auch das Sicherheitsgefühl durch wachsame NachbarInnen.


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Datum: 17.05.2016

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