Wie komme ich zu einer Gemeindewohnung?

Eine Gemeindewohnung kriegt nicht jeder. Schon allein, dass man auf die Warteliste kommt, muss man einige Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigsten Fakten rund um Gemeindewohnungen erfahren Sie hier.

Wohnen wird für viele heute zum Luxus, besonders in Städten wie Wien, Salzburg, Innsbruck oder auch Bregenz scheinen die Mietpreise ins Unermessliche zu steigen. Günstiger Wohnraum ist daher interessanter und gefragter denn je.

Gemeinden bieten leistbaren Wohnraum

Viele Städte und Gemeinden in Österreich stellen Wohnungen zu besonders niedrigem Mietzins zur Verfügung. Die Voraussetzungen, zu einer solchen begünstigten Wohnung zu kommen, variieren dabei ganz ordentlich - und ganz so einfach wie gedacht, ist es gar nicht, sie alle zu erfüllen.

Allein, um auf die Warteliste für eine Gemeindewohnung zu kommen, sollten die folgenden Punkte auf Sie zutreffen:

  • Haben Sie das Mindestalter von mindestens 18 Jahren (in Wien geht es auch schon ab 17 Jahren)?
  • Sind Sie?
  • Österreichischer Staatsbürger
  • Bürger der EU
  • Bürger des EWR
  • Schweizer Staatsbürger
  • Person mit Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt EG"
  • Flüchtling nach Genfer Konvention
  • Haben Sie Ihren Hauptwohnsitz schon lange genug hier gemeldet? (Die Mindestdauerregelung variiert stark innerhalb Österreichs, von zwei bis vier Jahren ist alles vorgeschrieben)
  • Sind Sie schon lange genug berufstätig? (in Salzburg z. B. drei Jahre)
  • Übersteigt das Gesamtnettoeinkommen aller Mitziehenden auch nicht die Höchstgrenzen?

Wer hat die besten Chancen?

Gegen eine große, günstige Wohnung in der Stadt oder Lieblingsgemeinde haben wohl wenige was. Und nicht zuletzt darum steigen die Zahlen der Anwärter auf Gemeindewohnungen jährlich rasant an. Es obliegt schließlich den zuständigen Ämtern, zu entscheiden, wer die Wohnung bekommen wird. Und das sind Personen, welche von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder deren soziale oder persönliche Umstände die Wohnungsfindung erschweren.

Geduld bitte...

Nicht zuletzt die langen Wartelisten und das geringe Angebot lassen die Wartezeiten gerade in den größeren Städten massiv lange werden. So warten Sie in Wien oder Graz schon mal sechs bis zwölf Monate auf eine Gemeindewohnung, je größer Ihre Familie, kann es sogar bis zu zwei Jahren und länger dauern. Wer sich dafür aber endlich eine Wohnung leisten kann, wird das wohl oder übel gerne tun.

 


AutorIn:

Datum: 04.05.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Rechtstipps

Dürfen Sie als MieterIn eine Schüssel an die Hauswand montieren oder diese sogar auf dem Dach installieren? Braucht es das Einverständnis der EigentümerInnen? Und wer kommt für etwaige Schäden auf? Hier die Antworten.

Miete: 800 Euro warm; Nettomiete 490 Euro plus 120 Euro Nebenkosten. Wer sich nach einer Mietwohnung umschaut, wird über diese oder ähnliche Formulierungen stolpern. Doch was bedeutet eigentlich Kalt und Warm, Brutto und Netto?

Mit dem Bauwerkvertrag wird dem Bauunternehmer der Auftrag erteilt, die im Bauwerkvertrag näher beschriebenen Leistungen verbindlich zu erbringen. Er ist mindestens so wichtig wie ein Kaufvertrag.

Mieten von nicht mehr als drei Euro je Quadratmeter, davon kann der österreichische Durchschnittsmieter nur träumen. Unter welchen Voraussetzungen dieser Friedenszins übernommen werden kann, unterliegt klaren Regelungen.

Mit der neuen Wohnberatung Wien ist der erste Schritt der Harmonisierung und Zusammenführung des Leistungs- und Serviceangebots des kommunalen und geförderten Wohnbaus erfolgt. Das neue Wiener Wohn-Ticket macht nun auch die Vergabe einheitlicher und einfacher.

Um eine Eigentumswohnung erfolgreich verkaufen zu können, sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Diverse Schönheitsfehler oder kleine Mankos können kostengünstig beseitigt werden und wirken sich positiv auf den Erlös aus.

Gerade bei Tauwetter stellen Dachlawinen eine große Gefahr für Passanten oder auch geparkte Autos dar. Generell haftet der Eigentümer für die Räumung seines Daches. Das Aufstellen von Warnstangen ist nicht genug...

In Österreich gibt es derzeit zwar keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer, wenn Sie Ihre Immobilie aber vererben oder verschenken wollen, fallen trotzdem Steuern und Abgaben an. Womit Sie rechnen müssen, lesen Sie hier.

Sie sind MieterIn und nicht sicher, welche anfallenden Reparaturen von Ihnen persönlich bezahlt werden müssen, und wofür die WohnungseigentümerInnen zuständig sind? Wir haben die wichtigsten Reparaturposten für Sie zusammengefasst.