Laute Nachbarn und was das Gesetz sagt

Laute Nachbarn - wer kennt das nicht? Was tatsächlich als Lärmbelästigung gilt und wo Sie vielleicht einfach nur tief durchatmen sollten, haben wir im folgenden für Sie zusammengefasst.

Es kommt nicht selten vor, dass sich NachbarInnen im Stiegenhaus oder an der Grundstücksgrenze nicht mal grüßen und bestmöglich aus dem Weg gehen. Oft sehen Sie sich gar nur noch vor Gericht. In den meisten Streitfällen unter NachbarInnen geht es um die gute alte Lärmbelästigung.

Was ist eigentlich Lärm?

Grundsätzlich muss zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr die so genannte Nachtruhe eingehalten werden. Das heißt, die Stereoanlage gehört auf Zimmerlautstärke, Staubsaugen oder Teig mixen sollten zu anderen Tages- oder vielmehr (Nacht)zeiten erledigt werden und auch der fleißigste Heimwerker sollte in diesen Stunden Bohrmaschine oder Stichsäge aus der Hand legen. Auch gilt noch die Sonntagsruhe. Dies betrifft vor allem GartenbesitzerInnen, die dann nicht den Rasenmäher oder gar den Laubbläser anwerfen sollten. Die altbekannte Mittagsruhe ist Geschichte, mit der Ausnahme, dass diese "ortspolizeilich" festgelegt wurde. Zum Beispiel in einem Kleingartenverein, wo dann zwischen 12:00 Uhr und 14:00 das Rasenmähen verboten ist.

Was können Sie tun?

Gegen einen lärmenden Nachbarn hilft, wie so oft im Leben, am besten das persönliche Gespräch. Bleibt dieser Versuch ohne Erfolg, dann sollte die Polizei helfen. Diese kann eine Geldstrafe verhängen, wenn eine Verwaltungsübertretung vorliegt. Bei ganz groben Verstößen kann es sogar zu einer Festnahme kommen. Bei regelmäßigen Lärmbelästigungen kann auch eine Unterlassungsklage ins Auge gefasst werden. Gehen die Belästigungen trotz Verurteilung weiter, drohen den lauten NachbarInnen Beugestrafen und bei MieterInnenn die Kündigung des Mietvertrages.


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Datum: 23.06.2015

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