Was heißt eigentlich Kalt- und Warmmiete?

Miete: 800 Euro warm; Nettomiete 490 Euro plus 120 Euro Nebenkosten. Wer sich nach einer Mietwohnung umschaut, wird über diese oder ähnliche Formulierungen stolpern. Doch was bedeutet eigentlich Kalt und Warm, Brutto und Netto?

Hierzulande sind die Begriffe der Kalt- und Warmmiete nicht so geläufig wie in Deutschland. In Österreich wird eher von Netto- und Bruttomiete, noch öfters von der Miete ohne Betriebskosten oder mit Betriebskosten gesprochen.

Kalt ist Netto, Warm ist Brutto

Wie der Name schon sagt, meint die Kalt- oder Nettomiete den Mietzins eines Hauses oder einer Wohnung ohne Nebenkosten. Die Höhe der Kaltmiete kann vom Vermieter mehr oder weniger frei bestimmt werden, je nach Region, Lage und Zustand des Objektes gibt es aber natürlich einen Rahmen, der nicht zuletzt vom ortsgültigen Mietspiegel bestimmt wird. Die Nettomiete ist jener Betrag, der dem Vermieter auch an Einnahmen bleibt.

Mit Heizung oder ohne?

Die Bruttomiete kann unterschieden werden in Bruttokaltmiete und Bruttowarmmiete, meint aber in jedem Fall die Nettomiete plus Betriebskosten. Zu diesen zählen unter anderem die Kosten für Müllabfuhr, Kanal, Hausverwaltung, Schornsteinfeger, eventuell Kabelanschluss, Gemeinschaftsstrom und so weiter.

Diese Kosten werden jährlich abgerechnet. Sind in den Nebenkosten Heizung und Warmwasser inkludiert, so wird aus der Bruttokaltmiete die Bruttowarmmiete. Die Kosten für Heizung und Warmwasser werden einmal im Jahr entweder vom Mieter selbst an den Anbieter entrichtet oder die Abrechnung läuft über den Vermieter. Bruttokaltmieten werden in der Praxis so gut wie nie angegeben.


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Datum: 13.01.2016

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