Österreichs Mietpreise steigen weiter an

Ein fünfmal höherer Anstieg der Mieten im Vergleich zur Gesamtteuerung in Österreich. Entlastungen für Wohnungsmietende und -suchende sind dringend nötig! Die AK fordert jetzt daher eine Reform des Mietrechts, übrigens nicht zum ersten Mal.

Die neuesten Zahlen beweisen einmal mehr: Die Mieten in Österreich steigen Monat für Monat, und immer mehr Menschen hierzulande können oder wollen sich diese Wucherpreise nicht mehr leisten. Die Wohnraumfinanzierung wird nicht selten zur finanziellen Zitterpartie. Einen Grund für diese Problematik sieht die AK im Mietrecht und zu geringem Sozialwohnbau.

Mehr leistbare Wohnungen

Eine große Wohnbauoffensive der Regierung soll nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern in den nächsten Jahren auch rund 30.000 neue Wohnungen in Österreich schaffen. "Klar muss sein, dass damit leistbare Wohnungen gebaut werden, die auch für nachkommene Generationen leistbar bleiben", sagt AK Präsident Rudi Kaske.

Reform des Mietrechts gefordert

Klare Mietobergrenzen im privaten Altbau, keine Mietbefristungen mehr, geringere Betriebskosten, Vermieter, die sich an klare Erhaltungsregeln in der Wohnungsausstattung (E-Leitungen, Sanitäranlagen, etc.) zu halten haben und das endgültige Aus für die Maklergebühren für Mieter und Mieterinnen - das sind die Forderungen der AK zur Mietrechtsreform. Zudem müssen im Finanzausgleich die erneute Zweckbindung der Wohnbaufördergelder und ihrer Rückflüsse gesichert sein, damit auch in den Bundesländern der soziale Wohnbau vorangetrieben wird.

Erst wenn diese Punkte umgesetzt werden, kann von einer Erleichterung am Wohnmarkt ausgegangen werden.


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Archivmeldung: 17.07.2015

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