Auch Herbstzeit ist Pflanzzeit

Was für viele HobbygärtnerInnen in den Wochen zwischen Sommerende und Herbstbeginn keine Rolle spielt, ist das Pflanzen. Dabei gibt es neben Ernten so einige Arbeiten im eigenen Garten, die eher zum Frühling passen.

 

Es klingt im ersten Moment paradox, doch auch die dritte Jahreszeit kann im Garten zum Pflanzen und Säen genutzt werden. Zwar folgt dem Herbst der Winter mit Temperaturen und Witterungsbedingungen, die so gar nicht tauglich sind für noch junge Pflanzen, aber Frühlingsblüher brauchen die Monate der Ruhe, um zu Beginn des neuen Jahres ihre volle Blütenpracht zu entfalten. Im Herbst ist also die ideale Zeit, die Knollen von Tulpen, Narzissen und Krokusse in die Erde zu bringen.

Vor dem ersten Frost aktiv werden

Die meisten Frühlingsblüher wie Tulpen, Narzissen und Prärielilien kommen ab September in die Erde. Einige Arten, z. B.Krokusse, Kaiserkrone und Traubenhyazinthen, können sogar noch bis in den November hinein geplanzt werden. Der allerletzte Stichtag für das Einpflanzen ist jedoch die erste Frost-Nacht!

Ein besonders farbenprächtiges Beet entsteht, wenn mehrere Arten und Sorten miteinander kombiniert. Beachten Sie dann auch noch die unterschiedlichen Blütezeitpunkte, werden Sie lange Freude an der Farbenpracht haben! Für ein üppig blühendes Beet ist außerdem die Größe der Knollen entscheidend. Zwiebelpflanzen speichern in den Knollen alle notwendigen Nährstoffe. Größere Blumenzwiebeln haben somit mehr Kraft und treiben meistens auch größere Blüten aus. Achtung: Bevor Sie die Zwiebeln in die Erde setzen, unbedingt ihre Qualität prüfen! Haben sie eine glatte Haut und fühlen sich trocken an? Dann werden sie auch nicht in der Erde faulen.

Was in den nächsten Wochen zu beachten ist

Sind die Blumenzwiebeln erst einmal eingepflanzt, benötigen sie über den Winter nur ein bisschen Hege und Pflege. Dies gilt es dabei zu beachten:

  • In Töpfen eingepflanzt, sollten Frühlingsblüher kühl stehen, aber keinen Frost abbekommen. 
  • Die Knollen, die Sie in Beete gesetzt haben, benötigen Schutz vor ganz starkem Frost. Eine Schicht aus Laub, Reisig oder Rindenmulch ist ideal.
  • Über den Winter dürfen die Zwiebeln nicht völlig austrocknen. Gießen Sie diese daher mäßig in einem Rhythmus von etwa zwei Wochen.
  • Düngen ist bei gekauften Blumenzwiebeln über den Winter nicht notwendig. Sie haben alle Nährstoffe gespeichert.


AutorIn: (12.09.2016), ursprüngl. (17.11.2014)


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