Den eigenen Bauerngarten planen

Während die einen in ihrem Garten eine große Rasenfläche und eine puristische Bepflanzung bevorzugen, legen die anderen ihre Prioritäten auf eine üppige Bepflanzung. Dies lässt sich mit einem Bauerngarten hervorragend realisieren. Ihn richtig anzulegen, ist zwar nicht schwer, dennoch aber nicht zu unterschätzen. Wer bald blühende Blumen bewundern und eigenes Gemüse ernten will, sollte daher die Vorbereitung sorgfältig angehen.

Felder im typischen Bauerngarten gestalten

Typisch für einen Bauerngarten ist, dass er in verschiedene Felder eingeteilt ist. So lassen sich Bereiche leicht auseinanderhalten, die nur zur reinen Zierde angelegt sind und solche, die durch Obst oder Gemüse einen Nutzen erfüllen.

Am besten gelingt dies, in dem der Gartenbesitzer seinen Garten in Felder aufteilt. Je nach Sonneneinstrahlung und ausgewählten Pflanzen bietet es sich an, den Rand dafür zu nutzen. Seitlich einige Beete anzulegen, ist eine gute Variante. Wer die Wege möglichst kurz halten möchte, kann ebenso direkt hinter der Terrasse ein Beet einplanen.

Tapete als hilfreiches Utensil

Die Möglichkeiten, einen typischen Bauerngarten zu gestalten, sind vielfältig. Um einen realistischen Überblick zu bekommen, bietet es sich an, den Garten maßstabsgetreu auf ein Blatt Papier zu übertragen. Darauf lassen sich Felder für einen ersten Überblick eintragen. Um zu sehen, wie viel Rasenfläche tatsächlich über bleibt, steht als nächstes der Gang in den Baumarkt an.

Mit einigen Rollen günstiger Tapete bewaffnet, lassen sich damit die geplanten Beete in tatsächlicher Größe auf dem Rasen ausbreiten. Durch ein paar Steine beschwert, bleibt die Tapete an Ort und Stelle. Aus verschiedenen Standorten lässt sich dann überprüfen, ob ein guter Eindruck entsteht.

Umrandung in verschiedenen Varianten

Stehen Anzahl und Größe der Felder fest, ist im nächsten Punkt zu hinterfragen, welche Umrandung passend ist. Wer eine günstige, immergrüne Umrandung bevorzugt, findet in Buchsbaum die richtige Hecke. Ein mediterranes Bild schaffen Rosmarin oder Lavendel – gleichzeitig verströmen sie im Sommer einen tollen Duft im Garten.

Ein ordentlicheres Bild lässt sich im Allgemeinen mit kleinen Holzzäunen erreichen. Möglich ist ebenso, eine kleine Mauer rund um das Beet zu errichten.

Wege durch den Garten

Der typische Bauerngarten orientiert sich in seiner Gestaltung an den Gärten der Bauern, die noch heute in ihrem Garten eigenes Obst und Gemüse zur Selbstversorgung ziehen. Um problemlos zwischen den Beeten hin und her zu gehen, sind Wege notwendig. Dies hat sich ebenso im privaten Bauerngarten etabliert, selbst wenn sie aus funktionalen Gesichtspunkten heraus nicht notwendig wären.

Sehr schön sieht es aus, wenn die Gartenbesitzer das natürliche Bild des Gartens in seinen Wegen aufgreifen. Eine dicke Schicht Rindenmulch oder feiner bis mittelstarker Kiesel reichen schon aus, um den Weg zu markieren. Zu pflastern ist in einem Bauerngarten eher untypisch.


Autor:

Datum: 28.04.2015

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